Untersuchung von Stiftung Warentest: Mangelhafte Sicherheit bei Leihrädern
Verschiedene Bikesharing-Anbieter wurden auf Verkehrssicherheit und Datenschutz überprüft. Die Ergebnisse lassen zu wünschen übrig.
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afp | Per Smartphone-App buchbare Leihfahrräder, die in vielen Städten inzwischen zum Straßenbild gehören, sind laut Stiftung Warentest oft unsicher. Von sechs untersuchten Anbietern fielen vier durch, wie die Tester am Dienstag mitteilten. Überzeugen konnten demnach nur Nextbike und Call a Bike der Deutschen Bahn, die jeweils die Note „gut“ erhielten.
Vor allem die oft deutlich zu schwachen Bremsen könnten im Ernstfall gefährlich werden, warnten die Tester. „Die Wartungen sollten nur so weit auseinanderliegen, dass die Räder sicher bleiben“, forderte Anke Scheiber, Projektleiterin bei der Stiftung Warentest.
Geprüft wurden unter anderem Bremsen, Verarbeitung und Luftdruck; auch Schäden an Lenker, Reifen und Pedalen wurden unter die Lupe genommen. Weitere Testkriterien waren der Stiftung zufolge neben dem „mitunter kritischen bis sehr kritischen Datensendeverhalten“ die Nutzerfreundlichkeit von App und Website. Diese waren demnach teils schlecht übersetzt, und auch die Geschäftsbedingungen gab es teilweise nur auf Englisch.
Bikesharing-Nutzern rieten die Tester, bei den Leihfahrrädern vor Fahrtantritt die Bremsen zu testen und Licht und Luftdruck zu kontrollieren. Auch Gepäckbefestigung und Schutzbleche sollten überprüft sowie bei Pedelecs der Akku inspiziert werden.
Die Deutsche Bahn erklärte, Leihräder seien längst „mehr als nur ein Angebot für ‚die letzte Meile‘ vom Bahnhof zum Ziel“. Sie trügen vielmehr dazu bei, dass Städte vom Autoverkehr entlastet würden und „wieder mehr Lebensqualität gewinnen“, erklärte Jürgen Gudd, Vorsitzender der Geschäftsführung von Deutsche Bahn Connect. Das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest bestätige dabei die Strategie, „auf Qualität und Nachhaltigkeit zu setzen.“
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