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Unglück der "Costa Concordia"Reederei bietet Entschädigung an

Die Passagiere des havarierten Kreuzfahrtschiffs sollen jeweils 11.000 Euro erhalten. Eine Verbraucherschutzorganisation rät, sich nicht an der Einigung zu beteiligen.

ROM rtr | Die Passagiere des verunglückten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" sollen von der italienischen Reederei eine Entschädigung von je 11.000 Euro erhalten. Auf eine entsprechende Summe einigten sich mehrere italienische Verbraucherschutzorganisationen und die Firma Costa Crociere.

Das Geld soll demnach an unverletzte Passagiere gezahlt werden, etwa für den Verlust ihres Gepäcks und psychische Folgen. Außerdem würden der Preis für die Kreuzfahrt und alle weiteren Reisekosten erstattet, hieß es in der Mitteilung vom Freitag. Passagiere, die auf das Angebot eingehen, müssen sich aber verpflichten, nicht gegen Costa zu klagen.

Die Verbraucherschutzorganisation Codacons, die an der Einigung nicht beteiligt war, empfahl Passagieren, das Angebot zunächst nicht anzunehmen und sich erst auf psychische Schäden untersuchen zu lassen. Codacons bereitet eine Sammelklage gegen den Costa-Mutterkonzern Carnival in den USA vor und fordert 125.000 Euro für jeden Passagier.

Die "Costa Concordia" hatte mehr als 3000 Touristen an Bord, als sie vor zwei Wochen vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen fuhr. Das Schiff kippte zur Seite und ging teilweise unter.

Bei dem Unglück starben mindestens 16 Menschen, darunter mehrere Deutsche. Weitere werden vermisst. Der Kapitän wird verdächtigt, das Schiff zu nahe an die Küste gesteuert zu haben.

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1 Kommentar

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  • A
    ama.dablam

    das klingt superseriös, dass "Codacons" keine zwei Wochen nach dem Unglück eine Klage vorbereitet und verzweifelt einen Gerichtsstand in den USA an den Haaren herbeizieht. Liegt ja auch nahe.

     

    Darauf hatte ich allerdings schon am Tag nach dem Unglück gewettet. Manchmal schämt man sich schon für seinen Berufsstand.