piwik no script img

USA rüsten gegen Nordkorea aufAtom-U-Boote sollen nach Südkorea

Die USA wollen atomar bewaffnete U-Boote nach Südkorea schicken, um Nordkorea abzuschrecken. Seit Monaten arbeiten die beiden Länder an dem Plan.

ap | Die Vereinigten Staaten wollen zum ersten Mal seit mehr als 40 Jahren atomar bewaffnete U-Boote nach Südkorea entsenden. US-Präsident Joe Biden und sein südkoreanischer Kollege Yoon Suk Yeol unterzeichneten am Mittwoch ein entsprechendes Abkommen. Biden warnte anschließend mit Blick auf nordkoreanische Drohungen unverblümt davor, dass ein atomarer Angriff das Ende des dafür verantwortlichen „Regimes“ zur Folge haben werde. Yoon hält sich derzeit zu einem Besuch in Washington auf.

Die geplanten Entsendungen sind ein Schlüsselelement der sogenannten Washingtoner Erklärung, die Nordkorea von einem Angriff auf sein Nachbarland abschrecken soll. An den Details des Vorhabens arbeiteten Berater von Biden und Yoon bereits seit Monaten, sagten drei Gewährsleute, die anonym bleiben wollten. Beide Seiten seien sich einig, dass gelegentliche und sehr klare Demonstrationen der Stärke der erweiterten Abschreckungsfähigkeiten der USA ein wesentlicher Aspekt des Abkommens sein müssten.

Die Vereinbarung sieht außerdem vor, dass die Streitkräfte beider Länder ihre gemeinsame Ausbildung stärken und die südkoreanischen Streitkräfte besser in die gemeinsame strategische Abschreckung integriert werden. Als Teil der Erklärung werde Südkorea sein Bekenntnis zum Atomwaffensperrvertrag bekräftigen, sagten die Gewährspersonen. Der Vertrag, der von mehreren großen Atom- und Nichtatommächten unterzeichnet wurde, verpflichtet zur Zusammenarbeit, um die Verbreitung von Atomtechnologie einzudämmen.

Nach ihren Gesprächen am Mittwoch wollten Biden und Yoon eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Am Abend wollten Biden und die First Lady Jill Biden Yoon und seine Frau Kim Keon Hee mit einem Staatsdinner im Weißen Haus ehren.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • Bedingung für den Vertrag war, dass Südkorea den Atomwaffensperrvertrag einhält. Das heißt doch, dass das Land in Abhängigkeit der USA gehalten wird. Darum geht es doch.