■ Kommentar: Totengräber Radunski
Freiheit für Forschung und Lehre scheint nun endgültig den Weg in den Orkus anzutreten. Geld ist keines mehr da, schon geriert sich Wissenschaftssenator Radunski als Totengräber der universitären Autonomie. Radunski will beides: eine Universitätsvereinbarung über Geld und Absolventen – und das Schwert seines Vorgängers Erhardt, um die Hochschulen nach Belieben kleinhacken zu können. Beides aber geht nicht.
Seit Erhardt der Stadt den Rücken gekehrt hat, herrscht blankes Chaos in der Wissenschaftsverwaltung. Radunskis Beamte füttern, von ihrem Chef zeitweise übel abgekanzelt, alle Welt mit Zahlen über Studienplätze. 114.000, 85.000, 62.000, 46.000 – wie viele junge (und zunehmend ältere) Leute sollen sich hier an Wissenschaft bilden? Radunski kennt die aktuellen Zahlen nicht, und genauso geht es ihm mit der Idee der Universität. Zwei gute Gründe, zurückzutreten. Christian Füller
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