: Tests in Hotspot Hildburghausen
Landrat sieht den stark von Corona betroffenen Kreis auf richtigem Weg
Im Thüringer Landkreis Hildburghausen hat Landrat Thomas Müller (CDU) ein erstes Fazit der freiwilligen Testung von Kindergarten- und Schulkindern sowie pädagogischem Personal gezogen. Bei den freiwilligen Tests seien seit dem 1. Dezember 8 von 900 Tests positiv ausgefallen, sagte Müller am Mittwoch. In dem Landkreis betrage die Inzidenz aktuell 459, es gibt also 459 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Zeitweise gab es in dem Landkreis eine Inzidenz von knapp 630. Damit war er tagelang die Region mit der deutschlandweit höchsten Inzidenz.
Die aktuellen Werte seien „immer noch viel zu hoch, weit weg von dem, was man vertreten kann, aber die Richtung stimmt“, sagte Müller nun. Auch könne man noch keine Angaben über eine mögliche Dunkelziffer machen. Noch bis Freitag können sich Kinder und Mitarbeiter von Schulen und Kindergärten Schnelltests unterziehen. Schulen und Kindertagesstätten sind wegen der hohen Zahl der Infektionen noch bis 13. Dezember geschlossen. Bei negativem Testergebnis können Kinder die Einrichtungen aber bereits früher wieder besuchen.
Insgesamt seien rund 9.000 Personen aufgerufen, sich freiwillig testen zu lassen, sagte Müller, der mit einer Beteiligung von 60 Prozent rechnete. Für Mittwoch erwartete er weitere 800 bis 1.000 Tests. Unterstützung bei den Tests leisten das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr.
Es habe aber auch Vorbehalte gegen die Teststrategie gegeben. „Ich hätte es schöner gefunden, hätten noch mehr mitgemacht“, sagte der Landrat. Die Infektionsketten im Landkreis seien nicht mehr nachverfolgbar. (afp)
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