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Taliban-Chef prophezeit „Feuer und Hölle“

Mullah Omar meldet sich aus Afghanistans Bergen: „Der Kampf hat begonnen.“ Ausländische Truppen in Offensive

KAIRO ap/taz ■ Die USA werden den Krieg in Afghanistan verlieren, und Ussama Bin Laden lebt. Das hat der untergetauchte Taliban-Führer Mohammed Mullah Omar der arabischen Londoner Zeitung Asharq al-Awsat gesagt. „Die Zukunft Amerikas in Afghanistan ist Feuer, Hölle und eine sichere Niederlage“, so Omar, der das Interview nach Angaben der Zeitung in den Bergen Afghanistans gab.

„Wir betrachten den Kampf in Afghanistan nicht als beendet“, zitierte die Zeitung Omar. „Der Kampf hat begonnen, und die Feuer beginnen. Diese Feuer werden das Weiße Haus erreichen, weil es das Zentrum der Ungerechtigkeit und der Tyrannei ist.“ Weil die Zahl der Todesopfer in den Gefechten im vergangenen Jahr stark angestiegen sei, „haben wir beschlossen, uns aus dem Land zurückzuziehen und einen Guerillakrieg aus den Bergen zu beginnen, um das Leben der armen Menschen zu schützen“. Auf die Frage nach Bin Laden antwortete Omar: „Der Scheich ist Gott sei Dank noch am Leben.“

Die Veröffentlichung erfolgte, während im Osten Afghanistans die heftigsten Kämpfe seit langem zwischen mutmaßlichen Al-Qaida-Einheiten und ausländischen Truppen begannen.

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