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Tablette als ZahnpastaPulver im Mund

Dentabs wirbt für eine Kautablette als Zahnpastaersatz. Die klischeehafte Werbung verspricht mehr, als das Produkt kann.

Zwei //www.youtube.com/watch?v=ZrDnfr2bBZk:Mädels liegen am See. Nebenan sonnt sich ein Sixpack-Boy. Junge und Mädchen blicken sich an, aber keiner will den ersten Schritt machen. Gut, dass die Freundin ein paar Tabletten dabei hat. Diese wirft die Schüchterne ein und schwupps, wird sie zur Granate mit glänzenden Beinen und strahlendem Lächeln, spricht den Traumtypen an. In der nächsten Sequenz knutschen die beiden. Cut.

Was wie eine Mischung aus //www.youtube.com/watch?v=93NN1V81l60:Cornetto Eis und //www.youtube.com/watch?v=jaNnapVX1h0:Gillette Werbung aussieht, wirbt für die Debtabs-Zahnputztabletten: „Zahnpasta war gestern.“ Die Tablette macht die Zähne strahlend schön, verspricht die Werbung. Und toll, das Mädchen spricht den Jungen an!

Dass Werbung nicht der Wirklichkeit entspricht, wissen wir. Die Kunst ist jedoch, das gut zu vertuschen. Wenn Werbung wirklich trendy sein will, dann geht sie über Klischees hinaus, platziert Moppel-Models oder Normalos und macht aus ihrer moderner-als-modern-Revolution eine Marketingaktion. Umso unterirdischer ist der Dentab-Spot. Wenn die Werbeindustrie schon unsere kaufgeilen Instinkte wecken möchte, dann doch bitte richtig.

Peinlich bis traurig ist aber: Das Produkt funktioniert so nicht. Denn Dentabs werden so gar nicht angewendet. Die Tabletten sind ein Zahnpastaersatz, das Werbemädchen kaut also auf pulvriger Zahnpasta herum. Ziemlich uncool und so gar nicht flirty, erstmal eine Zahnbürste auszupacken und kräftig zu schrubben, bevor sie den Traumtyp ansprechen kann.

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3 Kommentare

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  • Julia Neumann , Autorin des Artikels, Korrespondentin Libanon

    Das ist ein Screenshot aus dem Werbespot. Ihr Lächeln scheint herab auf den jungen Mann. "Schwupps, wird sie zur Granate mit glänzenden Beinen und strahlendem Lächeln."

    • A
      Amrei

      @Julia Neumann:

      Na wenn die taz es nötig hat, auf Werbespots zurückzugreifen, meinetwegen. Bei mir kommt es halt nicht an, und ich finde es eher sexistisch.

  • A
    Amrei

    Kann mir die taz erklären, was das Foto mmit dem Thema zu tun hat?

    Im Übrigen ist "Pulver im Mund" leine neue Erfindung. Bis vor einigen Jahrzehnten konnte man Zahnpulver kaufen, ein Reinigungsmittel, dass hervorragend reinigte. Leider erfand man dann die Zahnnudel - pardon, Zahnpasta inklusive Umverpackung.

    Ich glaube, Zahnpulver kriegt man jetzt nur noch bei Manufaktum und ähnlichen Einrichtungen.