Superwahljahr 2026 : Wo steht der Osten, Frau Kaiser?
Empfohlener externer Inhalt
Die zweite Staffel des Podcasts „Mauerecho – Ost trifft West“ startet. Auftakt ist ein Gespräch mit der SPD-Ostbeauftragten Elisabeth Kaiser.
In der neuen Folge von „Mauerecho – Ost trifft West“ startet Dennis Chiponda die zweite Staffel – mit neuem Konzept und Fokus auf das Superwahljahr 2026. Warum die Pause? „Ich habe einfach krass unterschätzt, wie viel Energie und Kraft es braucht, einen Podcast wöchentlich herauszubringen.“ Künftig erscheint Mauerecho alle zwei Wochen, im Doppelblock: erst Politik, dann Perspektiven der Betroffenen. Zum Auftakt spricht Chiponda mit Elisabeth Kaiser, SPD-Bundestagsabgeordnete und Ostbeauftragte der Bundesregierung im Finanzministerium, über die Lage in Ostdeutschland.
Im Wochenrückblick skizziert Chiponda die Ausgangslage der Landtagswahlen – und Kaiser warnt: „Diese Wahlen testen die Merz-Regierung. Union und SPD stehen massiv unter Druck.“ In „60 Sekunden pur“ erzählt sie von ihrer Herkunft aus Gera, ihrem Einsatz gegen Extremismus und für gleichwertige Lebensverhältnisse. Persönlich wird es bei einem ostdeutschen Gericht: „Stüppe oder auch Studentenstüppe … gekochtes Hackfleisch mit Möhre, mit Gewürzgurke und Zwiebeln – und es sieht auch so ein bisschen grau aus.“
Zentrales Thema ist der Deutschlandmonitor 2025. Kaiser betont: „Grundsätzlich sind die Deutschen eigentlich veränderungsbereit … aber es hängt extrem davon ab, was habe ich bereits für Erfahrungen gesammelt mit Wandel.“ Skepsis sei vor allem dort größer, wo Ressourcen fehlen; beim Vertrauen in Institutionen gebe es „Potenzial nach oben“. Über politische Spielräume sagt sie nüchtern: „Das ist aber das Schicksal von Koalitionen.“ Gleichzeitig plädiert sie für Investitionen: „Das ist eigentlich unsere wertvollste Ressource, die Menschen in unserem Land.“ Und mit Blick auf mögliche Wahlfolgen mahnt sie: „Ich glaube nicht, dass man dann die Vertrauensfrage stellen sollte.“
„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz Panter Stiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserem neuen Cutter Sebastian Jautschus.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert