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Spritzen für Knackis

■ Körting kontert Beamtenbund

Justizsenator Ehrhart Körting (SPD) hat das Modellprojekt Spritzenvergabe an inhaftierte Drogensüchtige in zwei kleineren Haftanstalten verteidigt. Zugleich kritisierte er gestern die Forderung des Deutschen Beamtenbundes (DBB) nach einem sofortigen Stopp des Projektes als „leichtfertig“ und Wahlkampf auf Kosten aidsgefährdeter Drogensüchtiger. Wenn es darum gehe, die Ansteckung mit tödlichen Krankheiten zu verhindern, dann sollte dies nicht in den Wahlkampf gezogen werden. DBB-Landeschef Joachim Jetschmann hatte betont, seit Einführung der Spritzenautomaten sei die Zahl der drogenabhängigen Inhaftierten von 800 auf 1.200 „drastisch gestiegen“. Diese Darstellung entbehrt Körting zufolge jeglicher Grundlage. Die wissenschaftliche Begleitforschung habe noch keine Ergebnisse vorlegen können. Es gebe daher keinerlei Aussagen über Erfolge des noch nicht einmal ein Jahr laufenden Projekts. ADN

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