CSU wettert gegen die Linke: „Söder soll sich lieber um die Freien Wähler kümmern“
Söder baut eine Brandmauer nach links. Der Kolumnist dagegen ist froh, dass es die Linkspartei gibt – sie kümmere sich als einzige um arbeitende Leute.
C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet (un)regelmäßig den „Specht der Woche“.
Hier ist die Linkspartei zu sehen und auf der rechten Seite ein Feuerlöscher. Ich habe auch CSU hingeschrieben. Eine Mauer ist ebenfalls zu sehen, in Form von Backsteinen. Neulich hat Söder gesprochen und hat auf die Linke geschimpft. Er hat bei seiner Rede bei der Jungen Union irgendwas mit Brandmauer gesagt. Den Feuerlöscher habe ich gemalt, weil Söder die Linkspartei wegspülen möchte.
Ich verstehe bei der CSU nicht, dass sie mit der SPD regiert. In ihrer Logik dürften sie mit dieser Partei eigentlich auch nicht regieren. Eigentlich müsste Söder gegen die SPD wettern, wenn er das auch gegen die Linke macht. Denn die CSU unterscheidet sich auch sehr von der SPD. Aber Söder schimpft eben gern, beispielsweise auch über die Grünen. Mit diesen „könne man keine Regierung machen“, hat er gesagt.
Ich aber bin froh, dass es die Linkspartei gibt, im Bundestag und woanders – die SPD war auch mal eine Arbeiterpartei, hat sich um die Leute gekümmert, das macht sie aber nicht mehr.
Ich finde, dass alle von der Linkspartei in die SPD gehen sollten, um die SPD zu verändern, damit diese auch stärker zusammen sind. Dann gibt es auch weniger Wettbewerb zwischen den beiden und weniger Konkurrenz. Und Söder soll sich mal eher um Bayern und die Freien Wähler kümmern, anstatt über die Linkspartei zu wettern.
Protokoll: Rahel Bueb
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