Sommerferien in Berlin: Wenn die Stadt leer wird
In Berlin beginnen endlich die Sommerferien. Das heißt: Ruhe für die Lehrer, Spaß für die Kinder und ein leeres Berlin für den Kolumnisten.
C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet (un)regelmäßig den „Specht der Woche“.
Jetzt sind in Berlin Sommerferien. Auf dem Bild habe ich einen Schulranzen, eine Brotdose, ein Handy, ein Lineal, einen Zirkel, einen Stift und einen Computer gemalt.
Die Kinder sind immer froh, wenn Schulferien sind. Dann bekommen sie ihre Zeugnisse. Manche Kinder fahren mit ihren Eltern in den Urlaub. Da freut sich die ganze Familie.
Manchmal, wenn ich nach Hause laufe, laufe ich an einer Schule vorbei. Da ist eine Spielstraße mit vielen Kindern. Die größeren Kiddies sind immer frech. Manche sind komisch drauf.
Lehrer-Sein ist ein anstrengender Job. Vor allem, wenn man mit Schulklassen unterwegs ist. Mein Ex-Betreuer hat an Schulen gearbeitet. Den habe ich mal gesehen und gesagt: Na, haben dich deine Kiddies viel geärgert? Er meinte „Ja“ und hat gelacht.
Ich bin froh, wenn die Stadt leer ist. Es ist viel ruhiger, wenn alle Familien im Urlaub sind. Ich freue mich aber auch für die Kinder. Die freuen sich ja riesig auf die Ferien.
Protokoll: Selina Hellfritsch
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