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Social-Media-Phänomen im TorMillionenfache Liebe für Vozinha

Der fabelhafte Torhüter von Kap Verde ist einem wahren Lovestorm im Netz ausgesetzt. Ihm folgen mehr Fans als vielen der ganz großen Fußballstars.

Die irrste Herz-Schmerz-Geschichte dieser WM ist zu Ende gegangen. Und wie! Bis weit in die Verlängerung hat sich das Team aus Kap Verde gegen das Ausscheiden gewehrt. Am Ende hat sich Titelverteidiger Argentinien dann doch mit 3:2 durchgesetzt. Stolz trugen die Spieler aus dem Inselstaat ihre Fahne zu den Fans. in Miami. Im Fokus stand dabei Vozinha, der Keeper, der mit acht zum Teil unfassbaren Paraden sein Team so lange im Spiel gehalten hatte. Der 40 Jahre alte Torhüter, der mit vollem Namen Josimar José Évora Dias heißt, ist während dieses Turniers zu einem Superstar geworden.

Zum Turnierauftakt gegen Spanien hatte er gehalten, was es zu halten gab. Seit dem sensationellen 0:0 von Kap Verde gegen den Europameister ist er das Gesicht der Mannschaft und ein Social-Media-Phänomen. 50.000 Follower hatte Vozinha zu Turnierbeginn auf Instagram. Nun sind es 25 Millionen Menschen, die mitbekommen wollen, was er so von sich gibt. Da können nur wenige mithalten. Ousmane Dembélé, der als bester Spieler des vergangenen Jahres mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet worden ist, hat keine 22 Millionen Follower auf Instagram.

Die Paraden Vozinhas waren gewiss spektakulär und die Tränen, die der Mann vergossen hat, als er endlich seine Mutter, die zunächst an den Einreiseformalitäten der USA gescheitert war, begrüßen konnte, haben viele gerührt. Doch damit allein lässt sich der Anstieg der Followerzahlen nicht erklären.

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Die taz bei der Fußball-WM

Der Ball ist rund und die taz ist ihm dicht auf den Fersen. Unsere Reporterin Alina Schwermer ist auf einem Roadtrip (meist) per Bus und berichtet in Reportagen und in ihrem Blog – manchmal auch aus den Stadien, aber noch viel öfter über alles drumherum. Alle Spiele werden von ausgeschlafenen tazler:innen für Sie hier in „Alle Spiele“ kurz zusammengefasst. Dann gibt es das ganz geheime Tagebuch von Fifa-Dingsbums Gianni Infantino. Und alles andere rund um die WM finden Sie hier.

Der Keeper, der schon für Klubs auf Zypern, in Moldau, Portugal, Angola und der Slowakei gehalten hat, ist vom YouTube-Kanal CazèTV, der die WM-Übertragungsrechte für Brasilien hält, gepusht worden. Schon während der Übertragung des Spanienspiels hatte der übertragende Kanal die Zuschauenden dazu aufgefordert, Vozinha zu folgen. Nach dem Spiel dann wurde über das millionenfache Wachstum seiner Fangemeinde berichtet und Vozinha konnte die nächste Welle an Followern einsammeln.

In seinem Abschiedspost von der WM zeigt sich der Torhüter, der seit 1. Juli vereinslos ist, dankbar gegenüber seinen Gönnern von der YouTube-Plattform. „Ich möchte von ganzem Herzen danken, dass @cazetv all das möglich gemacht hat“, heißt es da. Vozinha ist vom Keeper zum Influencer geworden. Schon ist er Werbebotschafter der Fußballsimulation UFL. Auf seiner Website wirbt er für sich mit einer Followergemeinde von mehr als 17 Millionen um Kunden. Die Zahl kann er nun gleich mal aktualisieren.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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