Senat berät über Lockerungen: Die Masken sollen fallen

Der Senat will heute über Lockerungen bei der Maskenpflicht im Freien beraten. Amtsarzt plädiert für weitere Maskenpflicht in Schulen.

Auf Straßen und Plätzen könnte man bald wieder ohne Maske unterwegs sein Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

BERLIN dpa | Auf das Tragen einer Maske werden die Berlinerinnen und Berliner wohl noch nicht gleich verzichten dürfen, aber der Senat berät am Dienstag ab 10 Uhr über entsprechende Lockerungen. Als unwahrscheinlich gilt dabei, dass die Maskenpflicht in Innenräumen aufgehoben wird. Aber zumindest draußen dürfen Menschen voraussichtlich bald wieder mehr Gesicht zeigen. Eine Überlegung ist auch, zum Beispiel im ÖPNV, beim Einkaufen und bei Restaurantbesuchen drinnen künftig nur noch medizinische statt der bisher vorgeschriebenen FFP2-Masken zu verlangen.

Die Senatsmitglieder wollen sich auch über andere Lockerungsschritte austauschen und voraussichtlich dazu auch Beschlüsse fällen. Dazu gehört unter anderem, im Einzelhandel die Pflicht abzuschaffen, Kontaktdaten von Kunden zu dokumentieren. Auch Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich könnten gelockert werden – und die Testpflicht bei körpernahen Dienstleistungen könnte wegfallen. Ein Besuch beim Friseur ginge dann wieder ohne Testnachweis.

Ebenfalls zur Debatte stehen Lockerungen für Veranstaltungen, also etwa höhere Obergrenzen als die bisher 500 Personen, die bei Events unter freiem Himmel erlaubt sind. Auch Tanzveranstaltungen draußen sollen möglich sein, wenn die Testpflicht eingehalten wird – als noch offen gilt, mit welcher Obergrenze bei der Personenzahl. Zum Beispiel Besuche zumindest in der Trockensauna sollen bald wieder möglich sein.

Krisensitzung zu Bürgerämtern

Nach der regulären Senatssitzung gibt es ein Treffen mit dem Rat der Bürgermeister. Ein zentrales Thema dabei soll die schwierige Lage der Bürgerämter sein. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte eingeräumt, dass es berlinweit einen Stau von 250.000 Terminen gibt. Nun sollen Maßnahmen vereinbart werden, was sich dagegen tun lässt, damit Berlinerinnen und Berliner nicht wochenlang darauf warten müssen, beispielsweise einen Reisepass beantragen zu können.

Das Tragen von Masken im Freien ist aus Sicht des Amtsarztes von Reinickendorf, Patrick Larscheid, nicht notwendig. „Grundsätzlich finde ich es gut, dass viele unsinnige Regeln wie das Tragen einer Maske im Tierpark, im Freien, fallen werden“, sagte Larscheid am Dienstag im Inforadio des RBB. Draußen brauche man keinen Mund-Nasen-Schutz, sagte Larscheid.

Angesichts der niedrigen Fallzahlen sei kein Infektionsgeschehen zu vermuten. Die Coronazahl in Berlin bleibt rückläufig: In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich je 100.000 Einwohner 13,6 Menschen, wie das Robert Koch-Institut am Dienstag mitteilte. Am höchsten war der Wert im Bezirk Spandau mit 31,4, am niedrigsten in Pankow mit 7. Für die Schulen empfahl Larscheid jedoch, die Masken zu behalten und zunächst das Infektionsgeschehen nach den Ferien zu prüfen.

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