Sechs Tage nach Gebäudeeinsturz in Kenia: Vier weitere Menschen gerettet
In Nairobi konnte ein einsturzgefährdetes Wohnhaus einem Unwetter nicht standhalten. Bisher gibt es 33 Todesopfer, 80 Menschen werden noch vermisst.
AFP | Sechs Tage nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Nairobi sind vier Menschen noch lebend aus den Trümmern gerettet worden. Drei Frauen und ein Mann wurde am Donnerstag aufgespürt und dann befreit.
Die erste Frau wurde am Morgen gefunden und über Stunden mit Sauerstoff versorgt, bis sie aus dem Schutt befreit war, wie ein AFP-Reporter beobachtete. Während der Bergung habe sie sich beklagt, dass Trümmer auf sie niederprasselten, sagte eine Mitarbeiterin des Katastrophenschutzes. Sie wurde mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht. Im Laufe des Tages stießen die Retter auf die drei weiteren Überlebenden.
Am Montag war ein sieben Monate altes Baby geborgen worden – mehr als 80 Stunden nach dem Hauseinsturz am Freitag. Der Vater hatte sich über das „Wunder“ gefreut, am Mittwoch wurde dann der Leichnam der Mutter gefunden.
Das sechsstöckige Wohnhaus war bei einem schweren Unwetter in sich zusammengefallen wie ein Kartenhaus. Inzwischen sind 33 Todesopfer bestätigt, mindestens 80 Menschen gelten noch als vermisst. 150 Familien wohnten in dem Gebäude, das abgerissen werden sollte, weil es als einsturzgefährdet galt.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert