: Sauberes Trink-wasser
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat ein Grundsatzurteil für den Gewässerschutz in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vor dem Oberverwaltungsgericht in Berlin erwirkt.
Die beiden Bundesländer verfehlen seit Jahren gesetzliche Nitratgrenzwerte im Trinkwasser. Nitrat ist schädlich für Gesundheit und biologische Vielfalt. Grund der Belastung ist unter anderem die Massentierhaltung und die Überdüngung mit Gülle. Die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen müssen ambitioniertere Maßnahmen gegen die massive Nitratbelastung im Gebiet ergreifen und die Wasserqualität konkret verbessern. Das EU-Recht schreibt seit über 30 Jahren eine Reduktion der Nitratbelastung des Grundwassers vor. Nach der EU-Wasserrichtlinie etwa war ein guter Grundwasserzustand daher bereits bis 2015 zu verwirklichen. Die Begründungen der beiden Bundesländer, warum sie diese Ziele nicht erreicht haben, hat das Gericht nun abgewiesen.
Die Rechtsanwältin Caroline Douhaire vertritt die DUH und nennt die jetzige Entscheidung des Gerichts ein „wegweisendes Urteil“. Bereits 2018 hat die DUH das Recht auf sauberes Wasser bei der Bundesregierung und 2019 bei den Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eingeklagt. (ots)
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