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Rüstungsauftrag aus Südafrika

■ Deutsche Werften sollen U-Boote liefern

Berlin (taz) – Südafrika will seine Armee modernisieren – und deutsche Firmen dürften daran kräftig mitverdienen. Das Deutsche Fregattenkonsortium, bestehend aus der Hamburger Blohm+Voss-Werft, der Kieler Howaldswerke-Deutsche Werft AG und der Thyssen Rheinstahl Technik wird voraussichtlich den Zuschlag für den größten Rüstungsauftrag der südafrikanischen Geschichte erhalten. Vier leichte Fregatten und drei U-Boote sollen die Deutschen liefern.

Insgesamt vergibt Südafrika Rüstungsaufträge im Volumen von umgerechnet zehn Milliarden Mark. Voraussichtlich werden sich Firmen aus mehreren europäischen Ländern, den USA und Kanada die Aufträge teilen müssen, die von südafrikanischer Seite an die Bedingung umfangreicher Investitionen und indirekter Entwicklungshilfe geknüpft sind.

Mit der Entscheidung für die deutschen Werften beweisen die Südafrikaner erneut ihre Fähigkeit zur Versöhnung: 1984 hatten sich die deutschen Kriegsschiffbauer international diskreditiert, weil sie dem damaligen Apartheidregime in Südafrika die Blaupausen von U-Boot-Konstruktionsplänen geliefert hatten. Diesmal dürfen sie liefern – ganz legal. Berichte Seite 2

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