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Queere Filmreihe in der ARDVerliebt in die Frau des Gang-Anführers

Auch die Öffentlich-Rechtlichen können Pride Month: Eine Sommerreihe der ARD bringt queere Filme und Festivalproduktionen nach Deutschland.

Im Sommer, wenn die CSD-Saison ihren Höhenpunkt erreicht, läuft das öffentlich-rechtliche Fernsehen zur Höchstform auf. Der verschnarchte und klamme Hauptstadtsender RBB war dabei Vorreiter und zeigt seit 2018 eine Filmreihe jenseits der Heteronorm.

Wo sonst viele Wiederholungen laufen, bringen neue queere Filme frischen Wind ins RBB-Programm. Seit 2022 hat sich der Bayerische Rundfunk mit einer eigenen Queerreihe der Initiative angeschlossen. Das ist in Zeiten eines gesellschaftlichen Blacklash, in denen Regenbogenfahnen nicht mehr selbstverständlich vor allen Rathäusern im Land hängen, ein ermunterndes Zeichen der Solidarität an die queere Community.

Gezeigt werden herausragende Filme, die schon auf Festivals und im Kino liefen, darunter preisgekrönte Produktionen. 12 der insgesamt 16 Filme erleben ihre Fernsehpremiere als deutsche Erstausstrahlungen.

Die QUEER-Reihe in der ARD

BR, RBB, MDR, WDR

Ein Manko ist der meist späte Ausstrahlungstermin, zumal die Filme an Wochentagen und oft nach 23 Uhr laufen. Aber alle sind nach Ausstrahlung für jeweils 30 Tage in den Mediatheken abrufbar – mit Zugriffszahlen in Millionenhöhe.

Die Männerwelt der Bikergangs

Zum Auftakt gibt es im BR-Fernsehen am 18. Juni um 23.15 Uhr mit „Rodeo“ das Debüt der französischen Regisseurin Lola Quivoron: In der männerdominierten Welt der Bikergangs pfeift Julia darauf, den Jungs aus ihrer Banlieue gefallen zu sollen. Sie interessiert sich für schwere, schnelle Motorräder.

Bei illegalen Rennen setzt sie nicht nur ihr Leben aufs Spiel, sondern bietet sich auch einer kriminellen Gruppe als Fahrerin an. Doch dann verliebt sich Julia ausgerechnet in die Frau des Anführers der Gang …

Sieben Wochen lang läuft donnerstags ab 23.15 Uhr ein queerer Film im BR. Beim RBB sind ebenfalls sieben queere Filme ab 14. Juli zu sehen, jeweils dienstags ab 22.15 Uhr. Der MDR (10. Juli, 0.00 Uhr) und der WDR (16. Juli, 23.45 Uhr) ergänzen den queeren Filmsommer mit je einem Film in ihrem Programm. Happy Pride!

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