Protest gegen Tagebaue in der Lausitz: Aktivisten besetzen Braunkohle-Kran
Die Lausitzer Braunkohlesparte soll bald verkauft werden. Um gegen die Weiternutzung des Klimakillers zu protestieren, besetzte Robin Wood einen Kran.
epd | Aktivisten der Umweltschutzorganisation „Robin Wood“ haben im brandenburgischen Königs Wusterhausen (Kreis Dahme-Spreewald) einen Verladekran für Braunkohle besetzt. Damit solle gegen einen Verkauf der Lausitzer Braunkohlesparte und für die sofortige Stilllegung der Tagebaue demonstriert werden, teilte das Bündnis am Freitag in Berlin mit.
An der Anlage wurde demnach ein Plakat mit der Aufschrift „Kohle killt Klima“ befestigt. In dem Binnenhafen wird unter anderem Braunkohle aus der Lausitz für das Heizkraftwerk Klingenberg in Berlin verladen.
Mit dem Festhalten an der Braunkohle stelle sich das Land Berlin ins klima- und umweltpolitische Abseits, erklärte „Robin Wood“-Aktivist Patrick Müller. Der Betreiber Vattenfall müsse für sein skandalöses Treiben in Verantwortung genommen werden. „Berlin und die Lausitz brauchen den Kohleausstieg jetzt“, sagte Müller. Laura Weis vom Bündnis „Kohleausstieg Berlin“ sagte, die Tagebaue seien nicht nur verheerend für den Klimaschutz, sondern gefährdeten auch das Trinkwasser in der Hauptstadt.
Der schwedische Staatskonzern Vattenfall betreibt in der Lausitz mehrere Tagebaue und Kohlekraftwerke. Ende September hatte der Konzern den Verkauf des Geschäftszweigs eingeleitet. Mehrere tschechische Interessenten haben ihr Interesse bekundet. Greenpeace durfte nicht mitbieten.
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