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Protest gegen Morde im IrakZwei Tote in Bagdad

Tausende protestieren im Irak gegen Anschläge auf Demokratie-Aktivisten und Journalisten. Es kommt zu tödlichen Zusammenstößen.

afp | In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften mindestens zwei Menschen getötet worden. 28 Demonstranten seien am Dienstag verletzt worden, als die Polizei Tränengas gegen die Menge einsetzte, teilten Rettungs- und Sicherheitskräfte mit. Tausende Menschen waren auf die Straße gegangen, um auf die tödliche Gewaltwelle gegen Demokratie-Aktivisten und Journalisten aufmerksam zu machen.

Mit Porträts der Opfer, die von unbekannten Angreifern mit Schalldämpfern niedergeschossen wurden, zogen die Demonstranten zu den wichtigsten Plätzen der irakischen Hauptstadt. Viele waren aus Städten im Süden des Landes angereist, wo mehrere der Attentate stattgefunden hatten.

Unter anderem wurde vor rund zwei Wochen der bekannte regierungskritische Aktivist Ihab al-Wasni getötet. Einen Tag später wurde ein Attentat auf den Journalisten Ahmed Hassan verübt. Er liegt seitdem im Koma.

Seit Beginn der Protestbewegung im Irak vor fast zwei Jahren wurden mindestens 70 Aktivisten Opfer von Tötungen, Mordversuchen oder Entführungen. Die Täter solcher politisch motivierter Anschläge werden in der Regel nicht gefasst.

Im Irak soll im Oktober eine vorgezogene Parlamentswahl stattfinden – eine Reaktion auf die beispiellosen Proteste im Oktober 2019. Mehrere Parteien, darunter die aus den Oktober-Protesten hervorgegangene al-Beit al-Watani (Der nationale Block) und die Kommunistische Partei, riefen jedoch zu einem Boykott der Wahl auf, weil sie den etablierten Parteien Korruption vorwerfen.

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