Presseschau Deutschland – USA

Wie ein gefühlter Sieg

Die Reaktionen auf die Niederlage gegen das DFB-Team fallen in den USA milde aus. Klinsmanns Truppe wird für das Erreichen des Achtelfinals gefeiert.

Ist „stolz“: US-Coach Jürgen Klinsmann. Bild: dpa

Während die Teams aus Deutschland und den USA in Recife um das Erreichen des Achtelfinals stritten, regnete es pausenlos. Verwässertes Vokabular dominierte folglich auch das Echo der europäischen Presse auf die Partie: „Deutsche und Amerikaner singen im Regen,“ titelte die französische Le Monde.

Auch Torschütze Thomas Müller wurde lobend erwähnt. Mit vier Toren nach drei Spielen ist er Kandidat für den Goldenen Schuh. Mit dem Preis wird der beste Torschütze des Turniers ausgezeichnet. Selbst Klinsmann habe einen „bemerkenswerten“ Müller bejubelt, beobachtete der Guardian. Den Amerikanern ist das ziemlich egal. Sie freuen sich über den Einzug ins Achtelfinale: „Eine Niederlage die sich wie ein Sieg anfühlt,“ zitiert die New York Times den US-Abwehrspieler Omar Gonzales.

Auch Jürgen Klinsmann twitterte erleichtert: „Stolz die Todesgruppe überstanden zu haben.“ Die Los Angeles Times ließ passend zum Spiel verlauten: „Erst wurden sie dominiert, dann wurden sie gefeiert.“ Der neueste Hype um Soccer in den USA hat eine Sympathiewelle für das Team und den ehemals unpopulären Sport ausgelöst.

Eine Amerikanerin allerdings freute sich für die Deutschen: Rihanna twitterte ein „Yes Germany“ zum Sieg. Generell hatten die Amerikaner keine überhöhten Erwartungen an ihre Mannschaft im Hinblick auf das Spiel gegen Deutschland. „Selten sind so viele Fans so glücklich nachdem ihr Team verloren hat,“ schrieb der San Francisco Chronicle. Die USA hatten zuletzt vor vier Jahren das Achtelfinale erreicht. Damals war unterlag man gegen Ghana.

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