piwik no script img

Polizei und Militar üben gemeinsam

Anti-terror

Polizei und Bundeswehr haben in Bremen und Schleswig-Holstein geübt, im Ernstfall zu kooperieren. Von Dienstag bis Donnerstag fand die Anti-Terror-Übung in insgesamt sechs Bundesländern statt. Für die Bevölkerung war der simulierte Einsatz nicht sichtbar.

„Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in einer Terrorlage ist neu“, sagte ein Sprecher des Bremer Innenressorts. In Bremen unterstützten 40 SoldatInnen und zivile MitarbeiterInnen der Bundeswehr die Polizei bei einem Anti-Terror-Einsatz an zwei Schulen. In Schleswig-Holstein simulierten die Einsatzkräfte etwa die Evakuierung eines Kreuzfahrtschiffes.

Die Polizei leitete die Anti-Terror-Übung, die von Anschlägen in mehreren Bundesländern ausging. Sie konnte in dem Szenario weder von der Bundespolizei, noch aus anderen Ländern Hilfe anfordern, und darum musste die Bundeswehr unterstützen.

Politisch war die Übung umstritten. In Bremen riefen das Friedensforum und Die Linke zu Protesten auf, sie warnten vor einer schleichenden Militarisierung. Rund 50 Menschen folgten dem Aufruf und demonstrierten vor dem Polizeipräsidium.

Polizei und Bundeswehr bewerteten die Übung positiv. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) sagte, es habe keine rechtlichen Unsicherheiten gegeben. Ohne die Unterstützung wäre die Polizei an ihre Grenzen gestoßen. Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) war zufrieden mit der Übung, sagte aber, er sehe keinen Anlass für einen Paradigmenwechsel. Die Terrorabwehr sei bei der Polizei grundsätzlich richtig aufgehoben. piep

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen