Podcast Battle of the Nerds: Dem Hype auf der Spur
Der Podcast „Battle of the Nerds“ mit den Hosts Eva Schulz und Ralph Caspers tarnt sich als Quizshow, vermittelt aber vor allem: Liebe für Serien.
Kaum etwas ist schöner als Menschen zuzuhören, die von ihrer Leidenschaft erzählen. Sie reden schnell, um möglichst viele Informationen möglichst rasch mit uns zu teilen. Die Stimme hebt an und gleichzeitig bekommt die Sprachmelodie eine außergewöhnliche Varietät. Eine Freundin hat mich so sogar schon mal dazu bekommen, mit ihr Formel 1 zu schauen.
Das beweist: Wenn die Leidenschaft stimmt, können Menschen uns für alles begeistern. In „Battle of the Nerds“ wählen sie aber trotzdem Themen, die ohnehin schon spannend sind.
Das Format mit Eva Schulz und Ralph Caspers tarnt sich zwar als Gameshow, ist aber eigentlich ein Fan-Podcast. In jeder der vier Folgen geht es um eine (Film-)Serie: „Game of Thrones“, „Star Wars“, „Die Simpsons“, „James Bond“ – Schulz und Caspers bekommen beide einen Nerd zur Seite gestellt, der oder die sie dann in die jeweilige Welt einführt.
Beide Nerds bekommen anfangs dieselbe Aufgabe, müssen etwa ihrem Host erklären, wer der Jedi Obi-Wan Kenobi ist, und versuchen dabei, möglichst viel aus dem „Star Wars“-Kosmos zu erzählen. Danach geht es in persönlichere Runden, bei denen auch die Gegner mithören dürfen. Und am Ende müssen sich die Hosts in einem Quiz messen. Aber Achtung: Hat ein Nerd beim Erzählen einen Fehler gemacht, gibt es Punktabzug. Dabei wird’s manchmal auch reichlich kleinlich. Die Herrschaft der Targaryens in „Game of Thrones“ dauerte nicht 300, sondern 281 Jahre. Punktabzug!
Am Ende kommt es aber nicht darauf an, dass die Zuhörer*innen Namen und Daten lernen, sondern dass sie verstehen, wie gutes Storytelling funktioniert und warum manche Serien so einen enormen Kultstatus erreichen konnten. Und auch wer selbst schon Fan ist, fühlt sich wohl, denn dieser Podcast ist nicht nur Platz zum Rumnerden, sondern auch ein gemütliches Nest aus großartigen, geliebten Geschichten.
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