piwik no script img

Pegida in KarlsruheSteine und Eier gegen Hooligans

Bei einer Pegida-Kundgebung in Karlsruhe gab es Verletzte und Festnahmen. Die Polizei gibt an, die Gewalt sei aus den Reihen der Gegendemonstranten hervorgegangen.

KARLSRUHE dpa/afp | Nach einer Demonstration der anti-islamischen Pegida-Bewegung in Karlsruhe sind zehn Menschen festgenommen worden. In der Stadt protestierten am Dienstagabend etwa 200 Pegida-Anhänger. Unter den Teilnehmern der Pegida-Kundgebung hätten sich auch mehrere Hooligans befunden.

Ihnen standen rund 500 Gegendemonstranten gegenüber. Es kam nach Angaben der Polizei zu Zusammenstößen. Anhänger des linken Spektrums hätten mit Steinen und Eiern geworfen, berichteten die Ermittler. Mehrere Menschen seien verletzt worden, darunter ein Polizist.

Den insgesamt zehn Festgenommenen werden Straftaten wie gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung oder Beleidigung vorgeworfen.

„Es macht betroffen, dass so viel Aggression unter den Teilnehmern festzustellen war“, erklärte Karlsruhes Polizeivizepräsident Roland Lay.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • Dhimitry

    "Anhänger des linken Spektrums hätten mit Steinen und Eiern geworfen, berichteten die Ermittler."

     

    Peinlich!