Opposition in Ungarn: Bündnis gegen Orbán
Sechs Parteien wollen sich zusammenschließen und bei den Parlamentswahlen 2022 gemeinsam antreten. Eine ähnliche Allianz hatte schon bei den Kommunalwahlen Erfolg.
![Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban trägt ein Sakko und öffnet es leicht nach vorn Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban trägt ein Sakko und öffnet es leicht nach vorn](https://taz.de/picture/4320186/14/orban-wahl-opposition-1.jpeg)
Die sechs Parteien erklärten, dass sie eine gemeinsame Regierung anstrebten, um sich für die „Interessen Ungarns“ einzusetzen. Dem seit zehn Jahren amtierenden Orbán und dessen Fidesz-Partei werfen sie vor, immer autoritärer zu regieren und das Land von den demokratischen Werten der Europäischen Union wegzusteuern.
Der rechtsnationalistische Ministerpräsident steht seit Jahren wegen der Einschränkung von Bürgerrechten, der Unabhängigkeit der Justiz sowie der Medien- und Meinungsfreiheit in der Kritik. Von einem Rechtstaatlichkeitsverfahren der EU und mehreren Urteilen des Europäischen Gerichtshofs ließ er sich nicht beeindrucken.
Schon bei den Kommunalwahlen im vergangenen Oktober hatten sich manche ungarische Oppositionsparteien zusammengeschlossen – eine Strategie, die aufging. Auf diese Weise gelang es der Opposition, mehrere Rathäuser zu erobern, unter anderem in der Hauptstadt Budapest.
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