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Opposition in SimbabweEin Bund gegen Mugabe

Der 93-jährige Robert Mugabe ist seit 1980 Präsident von Simbabwe. Die Opposition will bei der nächsten Wahl gemeinsam gegen ihn antreten.

epd | In Simbabwe will die Opposition bei der anstehenden Wahl gemeinsam gegen den langjährigen Präsidenten Robert Mugabe antreten. Die beiden prominentesten Oppositionellen, Morgan Tsvangirai und Joice Mujuru, erklärten, bei der Wahl im kommenden Jahr einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen, berichtete die Zeitung NewsDay.

Der 93 Jahre alte Mugabe ist seit der Unabhängigkeit 1980 an der Macht und zeigt keine Amtsmüdigkeit. Der Opposition fehlte es bisher an Einigkeit.Oppositionsführer Tsvangirai erklärte, seine Partei MDC-T werde weitere Parteien mit ins Boot holen. „Dies ist ein gemeinsamer Kampf, um unser Land, unsere Freiheit und unsere Würde zurückzubekommen“, sagte er.

Simbabwe steht seit einer Hyperinflation, die 2008 und 2009 ihren Höhepunkt erreichte, wirtschaftlich am Abgrund. Präsident Mugabe ist wegen Misswirtschaft und seines autokratischen Regierungsstils umstritten. In dem südafrikanischen Land kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Kritiker, Oppositionelle, Journalisten und weiße Farmer.

Mujuru war früher Vizepräsidentin und Vertraute von Mugabe, wurde aber aus der Regierungspartei Zanu-PF ausgeschlossen. Im vergangenen Jahr rief sie eine eigene Partei, „Zimbabwe People First“ (ZPF), ins Leben. Tsvangirai war von 2009 bis 2013 Ministerpräsident in einer schwierigen Koalition unter Mugabe. Der frühere Gewerkschafter gehört zu den Gründern der „Bewegung für Demokratischen Wandel“ (MDC), die sich inzwischen spaltete.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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