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Ökostrom bei der Bahn70 Prozent bis 2030

Die Deutsche Bahn hat sich ein neues Treibhausgas-Ziel verpasst. 2030 soll der Einsatz von Ökostrom auf der Schiene 70 Prozent betragen.

rtr | Wenige Wochen vor dem Weltklimagipfel in Bonn hat sich die Deutsche Bahn neue Klimaschutzziele gesetzt. Das Unternehmen will bis 2030 mehr als die Hälfte seines Kohlendioxid-Ausstoßes im Vergleich zu 2006 einsparen, teilte der Staatskonzern am Montag in Berlin mit. Dies gelte für Züge aber auch für die weltweite Spedition Schenker (Lkw, Schiff, Flugzeug), die für den größeren Teil des CO2-Ausstoßes verantwortlich ist.

„Das ist ein großer Schritt auf dem Weg zum komplett klimaneutralen Konzern, der wir 2050 sein werden“, sagte Bahnchef Richard Lutz. Bislang war geplant, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 30 Prozent zu senken. Derzeit hat die Bahn rund 25 Prozent gegenüber 2006 eingespart. Für 2030 hatte die Bahn bislang kein Klimaschutzziel.

Auf der Schiene allein werde der Einsatz von Ökostrom bis 2030 auf 70 Prozent von derzeit 42 Prozent erhöht. Alle Passagiere im Fernverkehr würden ab 2018 sogar mit 100 Prozent Ökostrom fahren. Bisher galt dies nur für Bahncard-Kunden.

In gut zwei Wochen beginnt in Bonn die Weltklimakonferenz, die Deutschland für die Fidschi-Inseln ausrichtet, welche die Präsidentschaft inne hat. Die Konferenz, auf der auch Kanzlerin Angela Merkel sprechen wird, findet parallel zu den Koalitionsgesprächen von Union, FDP und Grünen statt. Der Verkehrssektor in Deutschland insgesamt steht beim Klimaschutz besonders in der Kritik, da er im Vergleich zu 1990 kein Treibhausgas eingespart hat.

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