Norbert Röttgen über die Corona-Folgen: „Wir müssen Empathie aufbringen“

Europa dürfe nicht ein Kontinent tiefer Ungleichheiten werden, sagt Norbert Röttgen. Der CDU-Politiker fordert „Cash“ für die besonders pandemiegeplagten EU-Länder.

Norbert Röttgen vor Journalisten

Röttgen im Februar 2020 auf dem Weg zur Bekanntgabe seiner Kandidatur für den CDU-Vorsitz Foto: Stefan Boness

taz: Herr Röttgen, Krisenzeiten sind immer Zeiten der Exekutive. Deshalb sind Armin Laschet und Markus Söder medial gerade omnipräsent. Ärgern Sie sich da nicht, dass Sie kein Regierungsamt mehr haben?

Norbert Röttgen: Nein, so ist nun mal die Situation. Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen und gefährlichen Lage. Da ist es einfach so, dass diejenigen, die jetzt in den zuständigen Ämtern sind, die Aufgabe haben, schnell, effektiv und überlegt zu handeln – und das auch zu kommunizieren. Damit habe ich überhaupt kein Problem.

In puncto CDU-Vorsitz läuft es aber für Sie und Ihren Mitkandidaten Friedrich Merz derzeit nicht so gut, oder?

In einer solchen Krise haben manche Dinge, die vorher ganz wichtig und dringlich erschienen sind, erst mal keine Bedeutung mehr. Das gilt zum Beispiel für die Neuwahl eines Parteivorsitzes. Dieser Wettbewerb hat momentan Pause, aber wir werden irgendwann auch wieder Zeiten haben, in denen andere Themen zurück in den Fokus kommen. An der Begründung für meine Kandidatur hat sich durch Corona nichts geändert. Im Gegenteil: Die Pandemie wirkt als enormer Beschleuniger bereits vorhandener Krisen, mit denen ich mich immer sehr beschäftigt habe. In der Frage des CDU-Vorsitzes ist deswegen noch nichts entschieden, sondern weiterhin alles offen.

Laschet und Söder erscheinen derzeit als Antipoden im Streit über die Dauer der Corona-Restriktionen. Sind Sie eher beim Lockerungsdrängler Laschet, dem kein Möbelhaus schnell genug geöffnet sein kann, oder beim Lockerungsbremser Söder, der es nur bei der Fußballbundesliga eilig hat?

Ich will nicht das persönliche Agieren des einen wie des anderen kommentieren und bewerten. In der Sache sehe ich das so: Entscheidend ist, die Pandemie unter Kontrolle zu kriegen. Manche tun so, als müsse man die Pandemie in ihren Folgen für die Gesundheit und den Lockdown in seinen Folgen für die Wirtschaft gegeneinander abwägen, als wären da zwei Gefahrenquellen. Das halte ich für falsch, denn dieser Auffassung liegt ein Denkfehler zugrunde. Nach meiner Einschätzung ist die Pandemie die Gefahrenquelle − und zwar für die Gesundheit, für die sozialen Friktionen und für die Wirtschaft. Und der Lockdown ist die Strategie, diese Gefahrenquelle unter Kontrolle zu bekommen, um die Schäden sowohl im Umfang als in der zeitlichen Dauer zu beschränken.

Und was folgt daraus?

Ich plädiere dafür, dass wir zur Begrenzung aller Schäden – der gesundheitlichen, der sozialen und der wirtschaftlichen – auf Nummer sicher gehen. Das Drängen, es müsse nun Lockerungen geben, macht es schwieriger. Also ich bin ein Mahner für Vorsicht und Sicherheit. Wenn wir zu früh lockern, dann laufen wir große Gefahr, dass das Geschehen außer Kontrolle gerät.

Womit Sie ganz auf der Linie der Kanzlerin sind. Angela Merkel hat Sie 2012 aus dem Kabinett geschmissen. Was halten Sie nun von ihrem Krisenmanagement?

Ich finde, Angela Merkel macht das wirklich gut. Das zeigt sich sowohl an den Ergebnissen in der Sache als auch in dem Vertrauenszuspruch der Bevölkerung. Ihr Handeln ist transparent, ihre Sprache klar. Sie kommuniziert direkt mit der Bevölkerung, und zwar ohne Dinge zu verschweigen oder zu beschönigen. Wie die deutsche Regierungschefin agiert, ist aus meiner Sicht absolut vertrauensbegründend. Es sollte zu einer der Lehren aus dieser Krise gehören, dass ein solcher Stil, der die Bürger ernst nimmt, stärker Einzug in die Politik erhält.

Die Coronakrise stellt auch den Zusammenhalt in der EU auf eine schwere Probe. Sie haben gefordert, dass wir in der Stunde großer Not „ein kategorisches Ja zur Solidarität innerhalb der EU“ bräuchten. Was heißt das konkret?

Auch wenn das Virus nicht nach Nationalität unterscheidet, sind die EU-Länder verschieden betroffen, auch weil sie in unterschiedlicher wirtschaftlicher Verfassung sind. Wirtschaftlich schwächere Länder wie Italien brauchen deshalb Unterstützung von stärkeren wie Deutschland. Aus Solidarität, aber auch aus Eigeninteresse müssen wir diesen Staaten helfen. Wir dürfen nicht zulassen, dass ein Europa tiefer Ungleichheiten entsteht − das wäre weder als Währungsunion noch als politische Union bestandsfähig.

Nach wochenlangem Streit über Coronabonds haben sich die Staats- und Regierungschefs nun immerhin auf einen sogenannten Wiederaufbaufonds geeinigt. Allerdings sind viele Details noch offen. Auch, ob das Geld entweder in Form von Krediten fließt − oder als Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Wofür plädieren Sie?

Die Einrichtung eines solchen Fonds halte ich für wegweisend. Er sollte so ausgestaltet werden, dass er eine Antwort auf die Probleme der schwächeren Staaten gibt. Ein zentrales Problem von Ländern wie Italien ist ihre enorme Staatsverschuldung. Das macht es für sie schwierig, am Finanzmarkt Kredite zu bekommen. Der Teufelskreis einer immer weiter steigenden Verschuldung muss durchbrochen werden, und das geht nicht mit Krediten. Diese Staaten brauchen Cash in Form von Zuschüssen.

Das Coronavirus macht auch vor der größten Regierungspartei Deutschlands keinen Halt: Eigentlich hatte die CDU am vergangenen Wochenende ihren neuen Vorsitzenden küren wollen, doch vereitelte diesen Plan die Pandemie. Nach derzeitigem Stand wird nun auf dem regulären Parteitag im Dezember in Stuttgart entschieden, wer die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer antritt. Aber wer weiß schon, ob es wirklich dabei bleibt.

Offiziell als Kandidaten für den CDU-Vorsitz nominiert sind neben Norbert Röttgen noch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und der frühere CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz. Daneben gibt es nach Angaben des Konrad-Adenauer-Hauses noch rund ein Dutzend weitere Bewerber:innen, die bislang allerdings weder mit ihren Ambitionen an die Öffentlichkeit gegangen sind, noch die satzungsrechtlich erforderliche Nominierung durch eine Parteigliederung vorweisen können.

Wer auch immer das Rennen um den CDU-Vorsitz macht: Es gibt keinen Automatismus, dass er auch Kanzlerkandidat der Union für die nächste Bundestagswahl wird. Denn da hat die CSU und deren Chef Markus Söder noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Auch wenn sich der bayrische Ministerpräsident immer noch so gibt, als würde er nicht einmal darüber nachdenken: Es ist nicht ausgeschlossen, dass Söder doch noch dem Beispiel seiner Vorgänger Franz Josef Strauß (1980) und Edmund Stoiber (2002) folgen und selbst als Kanzlerkandidat antreten will. Auch darauf könnte die Coronakrise einen nicht unbedeutenden Einfluss haben. (pab)

Friedrich Merz unterstellt Italien, nur deshalb Coronabonds zu fordern, um von eigenen Defiziten beim Sanieren des Staatshaushalts abzulenken. Der Süden als Schuldenmeister – was halten Sie von solchen Schuldzuweisungen angesichts der gegenwärtigen Not in Italien oder auch Spanien?

Für mich ist entscheidend, dass Länder wie Italien und Spanien von der Pandemie hart getroffen sind. Deshalb erleben wir dort eine akute Phase des Verletztseins. Daraus schließe ich: Wir müssen erstens Empathie aufbringen, zweitens diesen Ländern helfen und uns drittens vor Augen führen, wie sehr wir selbst von Europa profitieren. Das ist meine Position − die sich womöglich von der anderer in meiner Partei unterscheidet.

Bitter ist auch weiterhin die Situation der Geflüchteten auf den griechischen Inseln. Neben Luxemburg hat nur Deutschland bislang 47 Minderjährige aus Griechenland aufgenommen. Andere EU-Staaten wie Frankreich haben ihr Ja zur Aufnahme wegen Corona zurückgenommen. Ist das nicht ein Armutszeugnis?

Auch Frankreich ist härter von der Pandemie getroffen als wir. Deshalb will ich hier niemanden verurteilen. Gleichwohl sind alle EU-Länder in der Verantwortung. Einmal gegenüber den Menschen, die auf den Inseln in unzumutbaren Zuständen leben. Aber auch gegenüber dem EU-Mitglied Griechenland, das unsere innereuropäische Solidarität verdient. Deshalb ist es wichtig, nicht nur zu fordern, sondern auch praktisch voranzugehen. Das haben wir getan, indem wir die ersten Kinder aufgenommen haben. Bei der Zahl kann es aber nicht bleiben.

Bislang ist die deutsche Ansage, auch Ihrer Partei: Mehr als die vereinbarten 350 bis 500 Flüchtlingskinder sollen nicht nach Deutschland kommen. Wäre es angesichts der katastrophalen Situation in den griechischen Lagern nicht ein Akt christlicher Nächstenliebe, weitaus mehr Menschen aufnehmen?

Ich finde, Politik muss realistisch sein. Sie wird auch daran gemessen, was sie erreicht. Wenn wir von den aktuell 50 Menschen eine Verzehnfachung auf 500 schaffen, wäre das für die anderen EU-Staaten ein glaubwürdiges Zeichen, dieser Politik zu folgen. Die Aufnahme muss breiter getragen werden als nur von Deutschland.

ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags. Von 2009 bis 2012 war der 54-Jährige Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Mitte Februar kündigte der Rheinländer an, dass er für den CDU-Vorsitz kandidiert.

Der jüngst verstorbene Norbert Blüm hat noch als 80-Jähriger mit Geflüchteten in Griechenland gezeltet, um auf die Not der dort lebenden Menschen aufmerksam zu machen. Wird jemand seinen Platz in Ihrer Partei als Stimme des Gewissens einnehmen?

Ich habe für Norbert Blüm die höchste Wertschätzung und Sympathie. Er ist nicht zu ersetzen. Und er war es nie. Das war ja auch einer der Gründe, warum er trotz Meinungsverschiedenheiten sechzehn Jahre lang Minister bei Kohl war. Für mich ist er ein großes Vorbild.

Hätte die CDU öfter auf ihn hören sollen?

Ganz sicher, ja. Daraus ist nicht zwingend abzuleiten, dass er immer recht gehabt hätte. Aber wir hätten auf Norbert Blüm in unserem eigenen Interesse häufiger und besser hören sollen.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

wir pausieren vorübergehend die Kommentarfunktion: Wir freuen uns darauf, bald wieder von Euch zu hören.

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Bis dahin wünschen wir Euch eine gute Zeit!
Eure taz