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Nato erntet weiter

Nachdem mazedonisches Parlament formale Kriterien des Abkommens erfüllt hat, liefert UÇK wieder Waffen ab

SKOPJE afp ■ Einen Tag nach der Grundsatzabstimmung des mazedonischen Parlaments über mehr Rechte für die albanische Minderheit hat die Nato ihre Entwaffnungsmission wieder aufgenommen. Damit begann die zweite Phase von „Essential Harvest“, wie Nato-Sprecher Paul Burns am Freitag in Skopje bestätigte. EU-Chefdiplomat Javier Solana und EU-Außenkommissar Chris Patten setzten unterdessen ihre Verhandlungen mit mazedonischen Politikern fort. Dabei ging es vor allem um die von der EU zugesagten Wirtschaftshilfen. Verteidigungsminister Rudolf Scharping besuchte die deutschen Soldaten in ihrem Stützpunkt Erebino, die heute ihren ersten Ernteeinsatz haben.

Rund 600 britische Fallschirmjäger und niederländische Soldaten nahmen im Bergdorf Radusa nahe der Grenze zum Kosovo weitere Waffen der Albanerrebellen der „Nationalen Befreiungsarmee“ UÇK in Empfang. Bis nächsten Donnerstag muss die Nato zwei Drittel der vereinbarten 3.300 UÇK-Waffen einsammeln. Im Anschluss soll in Mazedonien eine Verfassungskommission eingesetzt werden, die die Vorschläge aus dem Friedensvertrag prüft und überarbeitet. Ein UÇK-Sprecher versicherte, die Rebellen wollten alle Waffen bis zur „letzten Kugel“ abgeben. Zur Nato bestünden „gute Beziehungen“. Er drohte jedoch, dass die UÇK neue Waffen kaufen werde, falls das Parlament die Ratifizierung des Friedensvertrags von Ohrid vom 13. August ablehne.

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