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live Nachrichten im Iran-KriegNeue Angriffswelle auf Iran – Nachfolger Chameneis ernannt

In der Nacht bombardierten Israels Kampfflugzeuge erstmals iranische Öllager. Trump schließt auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus.

Brennendes Öllager in Teheran: In iranischen Staatsmedien wurde mit einem Vergeltungsangriff auf Ölraffinerien in Israel gedroht Foto: Vahid Salemi/ap

13:42 Uhr: Mehrere heftige Explosionen in Tel Aviv nach neuen iranischen Raketenangriffen

afp | Nach einer neuen iranischen Angriffswelle auf Israel ist die Küstenmetropole Tel Aviv von mehreren heftigen Explosionen erschüttert worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Sonntag von mindestens zehn Explosionen in der zentralisraelischen Mittelmeerstadt. Die israelische Armee hatte zuvor neue Raketenangriffe aus dem Iran auf israelisches Staatsgebiet gemeldet.

Die israelischen Streitkräfte hätten „vor Kurzem Raketen identifiziert, die aus dem Iran in Richtung des israelischen Territoriums abgefeuert wurden“, hieß es in einer Erklärung. Die Luftverteidigungssysteme des Landes seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren.

13:32 Uhr: Hamsterkäufen in Bangladesch

ap | Der Irankrieg hat in Bangladesch zu einem Ansturm auf die Tankstellen geführt. Autofahrer warteten am Sonntag aus Angst vor Engpässen stundenlang, um Benzin und Diesel für ihre Fahrzeuge zu erstehen. In der Hauptstadt Dhaka harrten manche sogar die ganze Nacht hindurch in langen Schlangen aus. Stellenweise kam es zu Panikkäufen.

Bangladesch importiert etwa 95 Prozent seines Erdöl- und 70 Prozent seines Erdgasbedarfs aus dem Nahen Osten. Dort hat der Iran nach Beginn von Luftangriffen der USA und Israels die Straße von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls verschifft werden. Die Blockade lässt nicht nur den Ölpreis steigen, auch Flüssigerdgas (LNG) ist deutlich teurer geworden.

Ein großer Teil der Ölexporte durch die Straße von Hormus geht nach Ost- und Südostasien. Energiehungrige Staaten dort treibt die Sorge um, bei einer Angebotsverknappung von reicheren Staaten überboten zu werden.

Anders als etwa China und Japan kann Bangladesch die Ausfälle schon jetzt kaum noch abfedern. Tankstellenbesitzer sehen sich wegen der gestiegenen Nachfrage unter starkem Druck. Die Regierung des Landes mit mehr als 170 Millionen Einwohnern hat den Verkauf von Treibstoff begrenzt. Autos und Motorräder dürfen nur eine bestimmte Menge Benzin oder Diesel tanken. Die Behörden schlossen außerdem fünf der sechs Düngemittelfabriken des Landes bis zum 18. März.

12:40 Uhr: Emirate melden neue iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen

ap | Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate nach deren Angaben erneut mit einer Salve aus mehr als einem Dutzend Raketen und Hunderten Drohnen beschossen. Die Luftabwehr habe 16 der 17 am Sonntag abgefeuerten Raketen abgefangen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die 17. sei ins Meer gestürzt. Auch die meisten der 117 Drohnen seien abgefangen worden. Die Emirate seien bereit, der Bedrohung „fest entgegenzutreten“. Welche konkreten Ziele attackiert wurden, blieb offen.

12:20 Uhr: Macron reist nach Zypern

dpa | Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will am Montag vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs nach Zypern reisen. Vor einigen Tagen hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf der Mittelmeerinsel getroffen. „Diese Reise soll die Solidarität Frankreichs mit Zypern zum Ausdruck bringen“, hieß es aus Élysée-Kreisen.

In der Hafenstadt Paphos werde Macron Zyperns Präsidenten Nikos Christodoulidis sowie den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis treffen. Dabei soll es um die Sicherheitslage in der Region gehen. Laut Élysée-Kreisen soll das Treffen auch dabei helfen, Anstrengungen zu koordinieren, um Rückführungsoperationen zu unterstützen.

Aus Solidarität mit Zypern haben mehrere europäische Staaten ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt. Frankreich verlegte drei der größten französischen Kriegsschiffe in Richtung der Konfliktregion.

12:09 Uhr: 117 Iraner mit russischem Flugzeug aus Beirut ausgeflogen

afp | Nach einer weiteren Verschärfung der Maßnahmen gegen die vom Iran finanzierte Hisbollah durch den Libanon haben nach Regierungsangaben 117 iranische Staatsbürger Beirut verlassen – darunter Diplomaten. Die Maschine mit den Iranern sei in der Nacht zum Sonntag in der Hauptstadt gestartet, hieß es aus libanesischen Regierungskreisen. Libanons Regierung hatte am Donnerstag jegliche Aktivität der iranischen Revolutionsgarden und eine Visumspflicht für einreisende iranische Staatsbürger verhängt, um den Druck auf die Hisbollah zu erhöhen.

12:08 Uhr: Diplomatischer Druck auf Sri Lanka

rtr | Sri Lanka ‌gerät einem internen Dokument ‌zufolge auf diplomatischer Ebene zwischen die Fronten der USA und des Iran. So drängen die USA Sri Lanka zum Verzicht auf die Rückführung iranischer Seeleute, die sich derzeit in dem südasiatischen Inselstaat befinden. Das geht aus einer vertraulichen Mitteilung des US-Außenministeriums hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag einsehen konnte. Darin soll die US-Vertretung in Colombo die dortige Regierung davor gewarnt haben, die Überlebenden ‌der versenkten iranischen Fregatte „Dena“ und die Besatzung eines weiteren Schiffes in ihre Heimat zurückzuschicken.

US-Geschäftsträgerin Jayne Howell soll der diplomatischen Depesche zufolge betont haben, Sri Lanka müsse iranische Versuche unterbinden, die Festgehaltenen für Propagandazwecke zu nutzen. Zudem erkundigte sich demnach der israelische Botschafter für Indien und Sri Lanka bei Howell, ob es Kontakt zu der Besatzung gebe, um diese zum Überlaufen zu bewegen. Die israelische Botschaft in Neu Delhi antwortete zunächst nicht auf die Bitte um Stellungnahme.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums wollte den Bericht nicht direkt kommentieren, erklärte aber, man respektiere Sri Lankas Souveränität ‌und die dortigen Gesetze. Oberstes Ziel sei es jedoch, die vom Iran ausgehende Gefahr für die USA und ihre Partner einzudämmen.

Ein US-U-Boot hatte die „Dena“ am Mittwoch vor der Hafenstadt Galle im Süden ⁠Sri Lankas torpediert. Dabei wurden nach Angaben Sri Lankas 87 Menschen getötet. Das Schiff hatte vergangenen Monat an von Indien organisierten Marineübungen in der Bucht von Bengalen teilgenommen und war auf dem Rückweg nach Iran, als ‌es beschossen ‌wurde. Etwa 20 der 32 Überlebenden wurden inzwischen von einem Krankenhaus ⁠in einen Luftwaffenstützpunkt verlegt.

Sri Lankas Präsident Anura Kumara Dissanayake hatte am Donnerstag die Evakuierung des gestrandeten Versorgungsschiffs „Buschehr“ angeordnet und dies mit einer humanitären Verantwortung ‌für die 208 Menschen an Bord begründet. ‌Dem internen Dokument zufolge soll dieses Schiff für die Dauer des Konflikts in Sri Lanka festgesetzt werden.

11:58 Uhr: 15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

dpa | Bei erneuten Luftangriffen Israels sind im Libanon nach dortigen Regierungsangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Israel habe südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Dort sei in einem Dorf ein Wohngebäude getroffen worden. Örtlichen Medienberichten zufolge waren auch Frauen und Kinder unter den Opfern. Rettungskräfte suchten unter Trümmer nach Opfern.

Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die Luftangriffe dauerten an. Hintergrund seien terroristische Aktivitäten der Hisbollah. Anwohner wurden aufgerufen, sich umgehend nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu begeben. Teil des aktuellen Militäreinsatzes im Libanon ist nach israelischen Angaben auch eine begrenzte Bodenoffensive mit dem Ziel, eine Sicherheitszone entlang der Grenze einzurichten, vermutlich um Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden in den Libanon zu drängen und das Risiko von Angriffen in Israel zu verringern.

11:55 Uhr: Trump nimmt Leichen von im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten in Empfang

afp | Unter den Augen von US-Präsident Donald Trump sind am Samstag die Leichen der sechs im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten in die Vereinigten Staaten überführt worden. Trump salutierte, als die mit US-Flaggen bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug ausgeladen und an ihm vorbeigetragen wurden. An der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware nahmen auch US-Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha, Pentagon-Chef Pete Hegseth, US-Generalstabschef Dan Caine sowie First Lady Melania Trump teil.

Die sterblichen Überreste der Soldaten wurden anschließend in eine Leichenhalle gebracht. Dort sollen sie offiziell identifiziert und für die Beisetzung vorbereitet werden.

Die getöteten Soldaten – fünf Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 54 Jahren – waren Reservisten, die einer Einheit aus dem US-Bundesstaat Iowa angehörten. Sie wurden am Sonntag bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet.

10:52 Uhr: Nachfolger Chameneis ernannt – Expertenrat nennt Namen jedoch nicht

afp | Rund eine Woche nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei hat das zuständige Gremium im Iran nach Angaben mehrerer Mitglieder dessen Nachfolger bestimmt. Der Name des neuen geistlichen Oberhaupts der Islamischen Republik wurde am Sonntag zunächst jedoch nicht genannt. Wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete, einigte sich einem Mitglied des Expertenrats zufolge „eine Mehrheit“ auf den am „besten geeigneten Kandidaten“.

Ein Mitglied des Expertenrats deutete jedoch an, dass die Wahl auf Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei gefallen sei. Expertenratsmitgliet Mohsen Hejdari erklärte zur getroffenen Wahl nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna: „Der ‚Große Satan‘ hat die von den Vertretern getroffene Wahl auch erwähnt.“ Hejdari bezog sich damit auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der nach der Tötung Chameneis dessen Sohn Modschtaba als Nachfolger ausgeschlossen und für sich eine Mitsprache bei der Entscheidung beansprucht hatte.

10:38 Uhr: Neue israelische Drohungen gegen künftigen Chamenei-Nachfolger

dpa | Das israelische Militär hat vor der Wahl eines Nachfolgers des getöteten iranischen Staatsführers Ajatollah Ali Chamenei erneut gedroht, dass auch dieser nicht sicher sei. „Die Hand des Staates Israel wird weiterhin jeden Nachfolger verfolgen und jeden, der einen Nachfolger zu ernennen versucht“, hieß es in einem Post auf Farsi auf der Plattform X. Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines Nachfolgers Chameneis teilzunehmen.

Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Einem iranischen Bericht zufolge wurde über die Nachfolge des getöteten Religionsführers bereits Konsens erzielt. „In den ersten Stunden nach dem Märtyrertod des Führers trat der Expertenrat zusammen, und die Mehrheit einigte sich auf einen einzigen Kandidaten, der dem Präsidium der Versammlung mitgeteilt wurde“, sagte ein Mitglied des Expertenrats nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr.

09:55 Uhr: Schlepper unter Flagge der Emirate nach Explosion in Straße von Hormus gesunken

afp | In der Straße von Hormus ist ein unter Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate fahrender Schlepper nach einer Explosion und einem Feuer an Bord gesunken. Drei indonesische Besatzungsmitglieder würden vermisst, teilte das Außenministerium in Jakarta am Samstag mit. Die örtlichen Behörden suchten nach ihnen. Vier weitere der insgesamt sieben Menschen an Bord hätten den Vorfall überlebt, einer von ihnen werde in einem Krankenhaus im Oman wegen Verbrennungen behandelt.

Der Schlepper „Musaffah 2“ war den Angaben zufolge am Freitag untergegangen. Zuvor habe sich eine Explosion ereignet, die einen Brand an Bord ausgelöst habe, hieß es in der Erklärung des indonesischen Außenministeriums. Die örtlichen Behörden hätten eine Untersuchung eingeleitet.

Der Sicherheitsfirma Vanguard zufolge wurde der Schlepper von zwei Raketen getroffen, als die Besatzung versucht habe, einem unter der Flagge Maltas fahrenden Containerschiff zu Hilfe gekommen. Der Frachter „Safeen Prestige“ seinerseits sei am Mittwoch von einer Rakete getroffen worden.

Am Samstag hatten die iranischen Revolutionsgarden Angriffe auf Schiffe im Persischen Golf und in der Straße von Hormus bekanntgegeben.

09:41 Uhr: Trump schließt Bodentruppen für Sicherstellung angereicherten Urans nicht aus

afp | US-Präsident Donald Trump schließt nach eigener Aussage nicht aus, Bodentruppen in den Iran zu entsenden, um das angereicherte Uran der Islamischen Republik sicherzustellen. „Vielleicht werden wir das irgendwann machen“, sagte er Journalisten am Samstag an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One. „Das wäre eine tolle Sache.“ Trump äußerte sich mit Blick auf das iranische Atomprogramm, dessen Bekämpfung die USA zu einem ihrer Kriegsziele erklärt haben.

Bodentruppen könnten „möglicherweise“ eingesetzt werden, sagte Trump, fügte aber an, hierfür müsse es einen „sehr guten Grund“ geben. Zu den iranischen Streitkräften sagte er, bei einem Einsatz würden diese „so geschwächt, dass sie auf Bodenebene nicht mehr kämpfen könnten“. Einigen Kritikern des laufenden US-israelischen Krieges zufolge reichen Luftangriffe nicht aus, um den Iran dauerhaft von der Entwicklung einer Atombombe abzuhalten.

09:24 Uhr: Wasser-Entsalzungsanlage in Bahrain bei Angriff beschädigt

dpa | Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um „iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele“ richte.

Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süßwasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, verbreitete eine Karte, die die Lage von Bahrains Entsalzungsanlagen zeigt. Dabei merkte die Agentur an, dass das Land etwa 60 Prozent seines Trinkwassers aus diesen Anlagen gewinne.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte den USA am Samstag vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm angegriffen zu haben. Die Wasserversorgung von 30 Dörfern sei beeinträchtigt, schrieb er auf der Plattform X. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Ein Angriff auf die Infrastruktur des Irans sei ein „gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Folgen“, schrieb Araghtschi.

07:44 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle auf Iran

afp | Israel hat am Sonntag nach Armeeangaben eine weitere Angriffswelle auf den Iran gestartet. Ins Visier genommen werde die „militärische Infrastruktur des Terrorregimes“ in mehreren Teilen des Landes, erklärten die Streitkräfte.

Bei den in der Nacht zum Sonntag geflogenen Angriffen trafen Israel und die USA nach iranischen Angaben vier Öllager und eine „Einrichtung zum Transport von Erdölerzeugnissen“. Dies sagte der Leiter der nationalen Mineralöl-Vertriebsgesellschaft, Keramat Vejskarami, im Staatsfernsehen. Die getroffenen Einrichtungen seien beschädigt, der Brand sei jedoch unter Kontrolle gebracht worden.

04:51 Uhr: Drohnenangriff in Kuwait löst Brände am Internationalen Flughafen aus

ap | Bei einem Drohnenangriff auf Treibstofftanks am Internationalen Flughafen von Kuwait sind Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr versuche die Flammen einzudämmen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur in der Nacht zum Sonntag. Das kuwaitische Verteidigungsministerium erklärte, die Treibstofftanks am Flughafen seien bei dem Angriff direkt getroffen worden.

Eine Drohne schlug auch im Gebäude der staatlichen Sozialversicherung in Kuwait-Stadt ein.

04:45 Uhr: Revolutionsgarden sprechen von sechs Monate möglicher „intensiver“ Kriegsfähigkeit

afp | Der Iran kann nach Angaben der Revolutionsgarden noch mindestens sechs Monate lang einen „intensiven“ Krieg gegen die USA und Israel führen. „Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, einen intensiven Krieg mit dem derzeitigen Tempo mindestens sechs Monate lang fortzusetzen“, erklärte Revolutionsgarden-Sprecher Ali Mohammad Naini laut Berichten der Nachrichtenagentur Fars am Sonntag.

Die Revolutionsgarden gaben zudem an, bereits „mehr als 200“ Standorte angegriffen zu haben, die im Zusammenhang mit Stützpunkten und Einrichtungen der USA und Israels stehen.

03:47 Uhr: Israels Militär bestätigt Angriff auf Öllager in Teheran

ap | Das israelische Militär hat Angriffe auf mehrere Öllager in Teheran bestätigt. Die Anlagen seien zur Versorgung der iranischen Streitkräfte genutzt worden, erklärte das Militär. Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AP zeigten, wie am Samstagabend Flammensäulen über einem Öllager aufstiegen und der Nachthimmel aufleuchtete. Es schien das erste Mal seit Kriegsbeginn zu sein, dass eine Industrieanlage ins Visier genommen wurde, die nach jüngsten israelischen Angaben auch militärisch genutzt wurde.

In iranischen Staatsmedien wurde mit einem Vergeltungsangriff auf Ölraffinerien in der nordisraelischen Stadt Haifa gedroht.

03:23 Uhr: Laut Israels Armee Al-Quds-Kommandeure in Beirut angegriffen

dpa | Israels Armee hat nach eigenen Angaben in der libanesischen Hauptstadt Beirut einen „präzisen Angriff“ auf Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durchgeführt. Die Kommandeure des sogenannten Libanon-Korps hätten Terroranschläge auf Israel vorbereitet, teilte die Armee in der Nacht mit.

Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger.

In der Mitteilung der israelischen Armee wurden keine Angaben zum genauen Ort des Angriffs gemacht. Es hieß nur, dass Teheran die Zivilbevölkerung im eigenen Land wie auch im Libanon als menschliche Schutzschilde zur Vorbereitung von Terrorakten missbrauche.

02:08 Uhr: Mindestens vier Tote bei israelischem Angriff auf Hotel in Beirut

rtr | Bei einem ‌israelischen Angriff auf ein Apartment im Ramada-Hotel im Zentrum von Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Es handelt sich demnach ‌um den ersten derartigen Angriff im Zentrum der Hauptstadt, seit die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah in der vergangenen Woche wiederaufgeflammt sind. Eine Stellungnahme aus Israel lag zunächst nicht vor.

In dem Hotel waren Binnenflüchtlinge untergebracht, die vor den Kämpfen im Südlibanon und ‌den südlichen Vororten von Beirut geflohen waren.

01:33 Uhr: Erneut Angriffe in Saudi-Arabien und Kuwait

dpa | Saudi-Arabien und Kuwait sind erneut Ziel von Angriffen geworden. Das saudische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der „Welle feindlicher Drohnen“ im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht.

Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge im Iran greift Teheran seit einer Woche eine ganze Reihe arabischer Länder an, in denen die USA Militärstützpunkte unterhalten.

01:12 Uhr: Trump beschuldigt Iran für Bombardierung von Mädchenschule

dpa/taz | US-Präsident Donald Trump hat Teheran beschuldigt, für die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag verantwortlich zu sein. Auf die Frage, ob die USA für den verheerenden Angriff verantwortlich seien, sagte Trump an Bord des Regierungsfliegers Air Force One vor Journalisten: „Nein, meiner Meinung nach, basierend auf dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan“. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit ihm reiste, bestätigte das nicht direkt. Die USA untersuchten den Vorfall, sagte er.

Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes wurden nach iranischen Angaben am vergangenen Samstag unter anderem etwa 170 Schülerinnen getötet.

Trump ließ sich von Hegseths Zurückhaltung nicht von seiner Überzeugung abbringen: „Wir glauben, dass es vom Iran getan wurde“, bekräftigte er. Beweise dafür führte Trump nicht an – er verwies zur Begründung lediglich darauf, dass der Iran mit Waffen „sehr ungenau“ sei.

Recherchen der New York Times deuten allerdings darauf hin, dass die USA für den Angriff verantwortlich sein könnte.

00:42 Uhr: Laut Laridschani keine Spaltung in Teheraner Führungsriege

ap | Der Generalsekretär des nationalen Sicherheitsrats des Irans, Ali Laridschani, hat Zwietracht innerhalb der Führung mit Blick auf die Kriegsführung gegen Israel und die USA bestritten. „Unsere Anführer sind sich in dieser Frage einig und haben keine Meinungsverschiedenheiten untereinander“, betonte Laridschani in einer von den Staatsmedien verbreiteten Ansprache. „Es gibt keine Spaltungen unter uns im Kampf gegen Israel und die Vereinigten Staaten.“

Laridschani äußerte sich, nachdem Präsident Massud Peseschkian sich bei Nachbarstaaten für die iranischen Angriffe entschuldigt hatte. Die Attacken erklärte Peseschkian auch mit der Tötung des Obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei durch Luftangriffe der USA und Israels zu Beginn des Krieges am vergangenen Wochenende. Doch widersprachen andere Spitzenpolitiker im Iran Peseschkian offenbar und erklärten, dass sich an der Kriegsstrategie nichts ändern werde.

In seiner Rede deutete Laridschani auch an, dass es Bewegung in der Nachfolgeregelung für Chamenei zu geben scheint. Der dreiköpfige Führungsrat, der den Iran aktuell leitet, habe darum gebeten, dass „Vorkehrungen getroffen werden, den Expertenrat einzuberufen, der den nächsten obersten Führer des Landes wählen“ solle. Einen Zeitpunkt nannte Laridschani nicht.

00:32 Uhr: Trump spricht sich gegen Offensive der Kurden im Iran aus

afp | US-Präsident Donald Trump hat mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten eine Offensive der Kurden gegen den Iran abgelehnt. „Ich möchte nicht, dass die Kurden dorthin gehen“, sagte der US-Präsident am Samstag an Bord seiner Präsidentenmaschine zu Journalisten. „Wir haben nicht vor, die Kurden dorthin zu schicken. Wir haben, wie Sie wissen, ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu den Kurden, aber wir möchten diesen Krieg nicht noch komplizierter machen, als er ohnehin schon ist“, fügte Trump hinzu.

Am Donnerstag hatte sich Trump in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters noch „voll und ganz“ für eine Offensive der iranischen kurdischen Milizen gegen die Regierung in Teheran ausgesprochen.

00:07 Uhr: Ein Mensch in Dubai durch herabfallende Trümmer getötet

ap | In Dubai ist ein Mensch durch herabfallende Trümmer bei einer Luftabwehraktion ums Leben gekommen. Die Trümmer seien auf ein Fahrzeug im Viertel al-Barscha gestürzt und hätten eine aus Asien stammende Person am Steuer getötet, teilte das zuständige Medienbüro der Vereinigten Arabischen Emirate am Samstagabend (Ortszeit) mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in den Emiraten seit Beginn des Irankrieges auf vier. Bei allen handele es sich um ausländische Staatsangehörige.

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