Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal: Staatsanwaltschaft prüft Ermittlung

Das Ahrtal in Rheinland-Pfalz wurde besonders heftig von der Flut getroffen. Weil wohl zu spät gewarnt wurde, steht der Verdacht der fahrlässigen Tötung im Raum.

Vom Hochwasser zerstärte Häuser in einer Drohnenaufnahme.

Zerstörte Häuser im Dorf Schuld an der Ahr Foto: Boris Roessler/dpa

KOBLENZ afp/dpa | Die Staatsanwaltschaft prüft nach der Flutkatastrophe im Ahrtal die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Dabei gehe es um möglicherweise unterlassene oder verspätete Warnungen oder Evakuierungen der Bevölkerung, teilte die Koblenzer Behörde am Montag mit.

In die Prüfung würden neben Presseberichten auch Feststellungen aus Todesermittlungsverfahren und weitere polizeiliche Hinweise einbezogen, so die Behörde weiter.

Es lägen inzwischen auch polizeiliche Erkenntnisse zum Tod von zwölf Menschen in einer Betreuungseinrichtung in Sinzig vor, hieß es weiter. Diese würden daraufhin ausgewertet, ob sich aus ihnen der Anfangsverdacht von Straftaten ergebe.

Nach den Unwettern und dem darauf folgenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern Mitte Juli wurden inzwischen mehr als 180 Todesopfer registriert. Das rheinland-pfälzische Ahrtal war von der Katastrophe besonders betroffen. Am Wochenende berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass der Landkreis Ahrweiler offensichtlich in der Nacht vor der Flutkatastrophe vom Landesumweltamt gewarnt worden sei, darauf aber nicht rechtzeitig reagiert habe.

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