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Migration in die EUZahl der irregulären Grenzübertritte weiter gesunken

Laut der EU-Küstenwache Frontex kommen immer weniger Geflüchtete über die Grenzen. Nicht auf allen Routen gehen die Zahlen zurück.

Grenzzaun entlag des Evros an der türkisch-griechischen Grenze Foto: Dimitris Tosidis/epa

dpa | Die Zahl der registrierten irregulären Grenzübertritte in die Europäische Union ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Das geht aus Zahlen hervor, die die EU-Grenzschutzbehörde Frontex mit Sitz in Warschau vorgelegt hat. Knapp 178.000 Versuche registrierte die Behörde demnach im vergangenen Jahr. Das ist der niedrigste Wert seit 2021.

Frontex bewertete den Rückgang in seinem Bericht als „bemerkenswerte Entwicklung“. Die Behörde warnte aber gleichzeitig, dass die Situation an den Außengrenzen der EU ungewiss bleibe. „Der Trend geht in die richtige Richtung, aber die Risiken verschwinden nicht“, sagte Frontex-Direktor Hans Leijtens. Die enge Kooperation seiner Behörde auch mit Regierungen und Partnern in Staaten außerhalb der EU habe gute Ergebnisse gebracht.

Im vergangenen Jahr wurden laut Frontex deutlich weniger irreguläre Versuche, in die EU zu kommen, auf der westafrikanischen Route (-63 Prozent), auf der Westbalkanroute (-42 Prozent) und an den östlichen Landgrenzen der EU zu Belarus (-37 Prozent) verzeichnet. Den Rückgang auf der Westbalkanroute führt Frontex auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und Kooperation mit Bosnien-Herzegowina zurück.

Die meisten Menschen, die Frontex bei den irregulären Grenzübertritten registrierte, haben eine bangladeschische, ägyptische oder afghanische Staatsangehörigkeit.

Westliche Mittelmeerroute wird häufiger genutzt

Die meistgenutzte Migrationsroute in die EU bleibt demnach der zentrale Mittelmeerraum, auf den 2025 ein knappes Drittel aller irregulären Grenzübertritte entfielen. Häufig wurde auf dieser Route der Weg von Libyen nach Italien gewählt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es hier kaum eine Veränderung: 66 328 Versuche, über das Mittelmeer in die EU zu kommen, verzeichnete Frontex 2025 – ein Prozent weniger als im Vorjahr.

Ein differenziertes Bild ergibt sich bei der Route über das östliche Mittelmeer. Während hier die Zahl der irregulären Grenzübertritte insgesamt um 27 Prozent zurückging, verzeichnete Frontex dreimal so viele Versuche wie 2024, vom Osten Libyens zur griechischen Insel Kreta in die EU zu gelangen. Dies zeige, wie schnell sich der Migrationsdruck und bevorzugte Routen wandeln könnten, heißt es in dem Bericht.

Besonders über die westliche Mittelmeerroute – also etwa von Algerien nach Spanien – nahmen die irregulären Überfahrten im vergangenen Jahr zu. Frontex registrierte nach eigenen Angaben 14 Prozent mehr als 2024.

Einen leichten Rückgang gab es dagegen bei den irregulären Ausreisen nach Großbritannien. Die Zahl der Versuche, über den Ärmelkanal zu kommen, sanken demnach um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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