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Luisa Neubauer über neue Mehrheiten „Es braucht eine andere Art von Aktivismus“

Die prominente Aktivistin für Zukunftspolitik besteht nicht auf recht haben, sondern auf Gewinnen. Ein taz FUTURZWEI-Gespräch über anderen Aktivismus, schwere Klimapolitik und politische Strategien.

taz FUTURZWEI | Zukunftspolitik-Aktivistin Luisa Neubauer entwirft im taz FUTURZWEI-Weiterdenken-Gespräch das Grundgerüst für erfolgreichen gesellschaftlichen Aktivismus: „Wir wollen nicht einfach nur recht haben“, sagt sie, „wir wollen gewinnen.“

„Was brauchen Leute und Institutionen, um wirklich voranzukommen?“

Dazu sei eine nötig, „eine andere Art von Aktivismus“ zu prägen. Sie erzählt, wie wichtig für ihre Entwicklung Gespräche als Stipendiatin der Obama-Foundation waren, sowohl strategisch, als auch durch Etablieren eines internationalen Netzwerkes von Leuten, die mit denen sie heute zusammenarbeite. „Was brauchen Leute und Institutionen, um wirklich voranzukommen?“ Das sei die Kernfrage, die sie seither bearbeite, sagte sie beim taz lab in Berlin.

Neubauer, 30, hat als Mitgründerin von Fridays für Future maßgeblich dazu beigetragen, dass ernsthafte Klimapolitik und die Wahrung der Lebensgrundlagen junger Menschen durch das Bundesverfassungsgericht verpflichtend vorgeschrieben ist. Doch derzeit hat Klimapolitik es schwer.

Eine Gruppe von jungen Menschen sitzt zusammen auf einer Wiese.
Foto: Callum Blacoe | unsplash
„Wohnzimmer tv“ – Weiterdenken mit taz FUTURZWEI

Anlässlich des Erscheinens unserer neuen Ausgabe von taz FUTURZWEI, laden wir am 8. Juni in die taz Kantine zu „Wohnzimmer tv“. Hier können Sie sich kostenlos anmelden. Dort sprechen Harald Welzer und Maya Rollberg unter anderem mit Adina Hermann, Aron Boks, Robert Seethaler, Calou Semeda, Simon Marian Hoffmann und Idil Baydar.

Es geht um „Wohnzimmer der Gesellschaft“, das sind Orte, an denen sich Menschen in echt treffen können. Sie entstehen nicht aus Masterplänen und Strategien, sondern aus ganz einfacher Initiative. Jemand macht die Tür auf. Jemand stellt einen Tisch hin. Und dann passiert etwas, das sich nicht planen lässt: Man kommt ins Gespräch. Und ins Tun. Dazu möchten wir mit unseren Veranstaltungen anregen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Grünen sind abgestraft worden, weil sie in der Bundesregierung ein bisschen Klimapolitik gemacht haben. Die CDU hat sich von Klimapolitik derzeit total abgewandt, um Wähler gegen die AfD zu verteidigen, die CSU hält fetischhaftes Wurstgefresse für Zukunftspolitik, die SPD hat, wie immer, andere Sorgen, und manche linksemanzipatorischen Jungen werden zu Linksautoritären. Kann Luisa Neubauer skizzieren, wie es in dieser Lage zu einer klimapolitischen Mehrheit kommt, das ist die Leitfrage von taz FUTURZWEI-Chefredakteur Peter Unfried.

Weiterdenken ist das Gesprächsformat von taz FUTURZWEI, ein expliziter Gegensatz zur „Talkshow“. Ziel ist eine Stunde konzentriert zu denken, um auf neue Ideen und Lösungen zu kommen.

Das Gespräch in voller Länge

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