: Lösegeld abgelehnt
In Manila lehnen die Außenminister erneut Lösegeldzahlungen ab. „Neue Anstrengungen“ geplant
MANILA dpa ■ In der Geiselkrise auf den Südphilippinen lehnten Deutschland, Frankreich und Finnland Lösegeldzahlungen für die Freilassung ihrer entführten Staatsangehörigen erneut ab. Die drei Außenminister Joschka Fischer, Hubert Vedrine und Erkki Tuomioja erklärten gestern in Manila übereinstimmend, dies komme nicht in Frage.
Sie waren kurz zuvor zu einem Gespräch mit dem philippinischen Präsidenten Joseph Estrada zusammengekommen, bei dem keine konkreten Ergebnisse erzielt wurden. Geplant sei für heute eine „detaillierte Diskussion über eine mögliche Lösung“, sagte Fischer. „Ich glaube, unsere Regierungen sollten gemeinsam mit der philippinischen Regierung neue Anstrengungen unternehmen, die Krise zu lösen.“
Nach Verhandlungen zwischen Regierungsvermittlern und den Entführern ist die Hoffnung auf eine baldige Freilassung von Renate Wallert gestiegen. Es gebe Fortschritte in den Bemühungen, sie freizubekommen, sagte ein Gesprächsteilnehmer, der anonym bleiben wollte.
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