: Lesbische Mütter und schwule Väter
Immer mehr Lesben und Schwule wollen ihre eigene Familie gründen, sei es als Paar oder als Alleinerziehende. Noch gibt es in Berlin aber erst eine Handvoll von homosexuellen Pflegeeltern, die auch gegenüber dem Jugendamt offen auftreten.
Ausnahmsweise haben es die Männer diesmal besonders schwer. Nicht nur, daß Schwulen eher als Lesben unterstellt wird, Minderjährige zu verführen, ihnen wird auch fast gänzlich die Fähigkeit abgesprochen, Kinder zu erziehen.
Welche Chancen Lesben und Schwule haben, ein Pflegekind vermittelt zu bekommen, hängt in erster Linie von den MitarbeiterInnen der Jugendämter ab. Denn sie müssen den leiblichen Eltern vermitteln, daß ihr Kind auch bei zwei Müttern oder zwei Vätern gut aufgehoben ist.
Mit einer Diskussionsveranstaltung will der Fachbereich für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport bei allen Beteiligten Bedenken ausräumen.
MitarbeiterInnen der Jugendämter haben Gelegenheit, mit Lesben und Schwulen zu diskutieren. Die Pflegemütter einer dreijährigen Tochter werden über ihre Erfahrungen berichten und Cordula de la Camp vom Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern informiert über die Rechtslage und wissenschaftliche Erkenntnisse. win
Veranstaltung am Dienstag, dem 3. September, um 19.30 Uhr. Ort: Am Karlsbad 8-12 im Kinosaal; U-Bhf. Kurfürstenstraße
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