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Lei­bes­übun­g:in­nenSo mancheMerkwürdigkeiten

Die deutschen Eishockeyfrauen tun sich bei der WM in Dänemark schwer. Stark ist dieses Mal die TV-Präsenz

Das Viertelfinale hatten die deutschen Eishockeyfrauen vor der Weltmeisterschaft als realistisches Ziel auserkoren. Nach der gescheiterten Qualifikation für das olympische Turnier dieses Jahr in Peking möchten die Deutschen beim Turnier in Dänemark wieder einen Nachweis ihrer Stärke erbringen. Gelungen ist das bislang nicht wirklich.

Im Auftaktspiel gegen Ungarn musste man bereits eine nicht einkalkulierte Niederlage (2:4) hinnehmen. Und gegen Schweden geriet das Team von Bundestrainer Thomas Schädler am Samstag deutlich ins Hintertreffen. Als die Skandinavierinnen im letzten Drittel ihre Führung in der 47. Minute auf 3:0 ausbauten, schienen die hehren WM-Ziele bereits in weite Ferne gerückt. Doch durch die Tore von Nina Christof (53.) sowie der Schwestern Nicola (57.) und Tanja Eisenschmid (60.) konnte sich das Team zumindest in die Verlängerung retten. Beim Penaltyschießen erwiesen sich die Schwedinnen als nervenstärker.

Der erste Vorrundenpunkt hilft dem Team vielleicht, gegen die favorisierten Tschechinnen am Montag mutiger aufzutreten. Am Dienstag steht dann das entscheidende Duell gegen Gastgeber Dänemark an. Nur die besten drei Teams dieser Fünfergruppe kommen weiter.

In der anderen, stärker besetzten Vorrundengruppe sind dagegen alle fünf Teams bereits für das Viertelfinale gesetzt. Das gehört ebenso zu den Merkwürdigkeiten dieser Weltmeisterschaft, wie der Termin im Hochsommer weit vor dem eigentlichen Saisonbeginn. Der erste Spieltag der Hauptrunde der Miniliga mit sechs Teams wird Anfang Oktober starten.

Das Interesse in Dänemark an der Weltmeisterschaft gilt vor allem dem heimischen Team. Beim Auftakt sahen 1.500 Zu­schaue­r:in­nen in Frederikshavn die 2:5-Auftaktniederlage des Gastgebers gegen Schweden. Bei anderen Spielen werden teils nicht mehr als 50 Be­ob­ach­te­r:in­nen gezählt. Bedenkt man, dass der kanadische TV-Sender TSN mit 21 Mit­ar­bei­te­r:in­nen vor Ort ist, und 30 bis 40 Presseakkreditierungen beantragt wurden, wie es die deutschsprachige Internet-Zeitung Der Nordschleswiger in Dänemark berichtet, ist das für eine Weltmeisterschaft sehr überschaubar.

In Deutschland kann man zumindest alle WM-Spiele des DEB-Teams live und kostenfrei beim Streamingdienst Magentasport sehen. Sollten die Deutschen die geplante Viertelfinal-Teilnahme erreichen, ist gar geplant, dann alle Spiele in voller Länge zu übertragen. (jok)

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