piwik no script img

Konflikt in SyrienAl-Qaida-Kommandeur getötet

Ein ranghoher Führer des Extremistennetzwerks und mehrere Kämpfer sind ums Leben gekommen. Sie gehörten einem Quaida-Ableger an: der Al-Nusra-Front.

In der Provinz Idlib wurden die Kämpfer getötet. Hier: Alltagsleben jenseits davon Bild: reuters

BEIRUT rtr/ap | Bei einem Angriff syrischer Regierungstruppen ist laut Staatsmedien ein Kommandeur eines al-Qaida-Ablegers getötet worden. Zudem seien mehrere andere Kämpfer ums Leben gekommen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana. Das in Großbritannien ansässige Observatorium für Menschenrechte bestätigte die Tötung einiger ranghoher Nusra-Front-Führer, darunter Abu Hommam al-Schami.

Unklar sei allerdings, ob das Dschihadisten-Treffen von dem US-geführten Koalition oder von der syrischen Luftwaffe ins Visier genommen worden sei. Das Schicksal von Nusra-Front-Chef Abu Mohammed al Golani, der ebenfalls in der Gegend vermutet wurde, war ebenfalls nicht bekannt.

Es sei ein schwerer Schlag für die Organisation, sagten zwei Aufständische der Nachrichtenagentur reuters. Al-Schami ist der ranghöchste Kommandeur der Nusra-Front, der während des Bürgerkrieges in Syrien getötet wurde. Drei weitere Kommandeure der Gruppe seien bei dem Angriff auf die Stadt Salkin an der Grenze zur Türkei ums Leben gekommen. Aus US-Kreisen verlautete dagegen, in den vergangenen 24 Stunde seien keine Angriffe in der Region geflogen worden.

Die Nusra-Front kämpft als Ableger des Extremistennetzwerks al-Qaida in Syrien im Bürgerkrieg gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad und gegen gemäßigte Aufständische. Die Hassm, eine der letzten nicht-islamistischen Rebellengruppen, löste sich in der vergangenen Woche nach heftigen Kämpfen mit der Nusra-Front auf. Zu den Rivalen der Al-Kaida in Syrien gehört die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS). Gegen sie führen die USA seit Monaten Luftangriffe in Syrien und im Irak. Auch die Nusra-Front ist Ziel der Angriffe gewesen.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • Al Quaida? Gibt´s die auch noch?