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Kommentar Maritime Konferenz Kanzlerin am Pranger

Kommentar von

Sven-Michael Veit

Noch nie zuvor hat die vereinigte deutsche Wirtschaft einer schwarz-gelben Bundesregierung attestiert, wirtschafts- und wachstumsfeindlich zu sein.

D as war überdeutlich. Noch nie zuvor hat die vereinigte deutsche Wirtschaft einer schwarz-gelben Bundesregierung attestiert, wirtschafts- und wachstumsfeindlich zu sein. Noch nie zuvor ist derart unverblümt die drohende Verhinderung einer Zukunftstechnologie kritisiert worden – selbstredend auch, weil es einen solchen Tatbestand in Deutschland noch nie gab.

Jetzt aber. Und deshalb ist der Zwist zwischen maritimer Wirtschaft und Energiewirtschaft – denn die gehören inzwischen untrennbar zusammen – und der Bundesregierung auf der anderen Seite jetzt in voller Schärfe entbrannt. Die Offshore-Verhinderungspolitik des Kabinetts Merkel steht seit der Kieler Konferenz am Pranger. Und das ist gut so.

Klare rechtliche und finanzielle Grundlagen fordert die Branche, und das ist das Mindeste, was verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik zu leisten hat. Bei der Atom- und Kohlelobby, von der Autoindustrie ganz zu schweigen, war das nie ein Problem, bei den erneuerbaren Energien indes ist es das.

Die 8. Maritime Konferenz hat unerwartet deutlich gezeigt, dass sie nicht zu dem befürchteten unverbindlichen Laberkongress verkommen ist: Hier wurde Klartext geredet, hier wurden wichtige Anregungen formuliert – auch zu anderen maritimen Themen. Diese Konferenz war anspruchsvoll, und sie war unbequem.

Kiel war einfach gut.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Sven-Michael Veit Hamburg-Redakteur

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1 Kommentar

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  • WB
    Wolfgang Banse

    Sinneswandel bei der Arbeitgeberseite,was Schwarz/gelb betrifft.Sonst waren doch die Wirtschaftsfunktionäre immer sehr angetan mehr von der CDu,weniger von der FDP.Wahlen,hier Bundestagswahl steht im Herbst vor der Tür,da möchten die Arbeitgeber noch Bonusse einfahren,von Seiote der jetzigen Bundesregierung bestehend aus CDU und FDP.