Kinder fragen, die taz antwortet: Gibt es Aliens oder nicht?
Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Jede Woche beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Fridolin, 7 Jahre alt.
Bestimmt hast du schon einmal staunend deinen Kopf in den Nacken gelegt und versucht, die funkelnden Punkte am Nachthimmel zu zählen. Sterne gibt es wie Sandkörner auf der Erde: unfassbar viele. Und die meisten haben Planeten, viele sogar mehrere.
Um Leben auch außerhalb der Erde nachzuweisen, begeben sich Forscher*innen vor allem auf die Suche nach sogenannten Exoplaneten. Das sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die der Erde ähnlich sind. Dort könnte man ein Glas Wasser hinstellen und es kocht weder weg, noch friert es ein.
Mithilfe von Teleskopen haben Forscher*innen Tausende solcher Exoplaneten gefunden. Manche von ihnen könnten theoretisch bewohnbar sein. „Basierend auf dem, was wir vom Leben auf der Erde verstehen, und der riesigen Zahl der Planeten, denken wir, dass es Aliens gibt“, sagt der Astrobiologe Dirk Schulze-Makuch.
Nur ihnen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, ihre Existenz also zu belegen – das könnte schwierig werden. Eine Reise zum nächstgelegenen bekannten Exoplanet, Proxima Centauri b, würde unvorstellbar lange dauern. Und selbst wenn die Menschheit es schaffen würde, eine Nachricht dorthin zu senden, wäre es extrem unwahrscheinlich, dass dort zum Zeitpunkt der Ankunft dieser Nachricht Leben existiert, das sie entschlüsseln kann. In der Geschichte der Erde hat es schließlich auch 4,55 Milliarden Jahre gedauert, bis eine Lebensform fortschrittlich genug war, um ins All hinein zu kommunizieren.
Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!
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Das bringt uns zum nächsten Problem: Wie können wir wissen, auf welche Art Aliens kommunizieren und woraus sie bestehen? Auf welcher Wellenlänge können sie sehen und auf welcher Schallfrequenz hören? Schon Bienen und Katzen sehen andere Farben als Menschen. Es ist durchaus möglich, dass seit Millionen von Jahren versucht wird, Kontakt mit der Erde aufzunehmen, ohne dass wir es bemerken.
Die Frage, ob es Leben auf anderen Planeten gibt, treibt die Menschheit schon lange um. Während der griechische Universalgelehrte Aristoteles die Erde für einzigartig hielt, sehen manche Menschen heute hinter jedem unbekannten Flugobjekt einen Beweis für außerirdisches Leben. Erbracht wurde dieser Beweis bislang aber nicht. Doch wer weiß, vielleicht wissen wir irgendwann mehr. Und du, lieber Fridolin, könntest es noch erleben.
Anm. d. Red.: In einer vorangegangenen Version des Beitrags war von Tausenden theoretisch bewohnbaren Exoplaneten die Rede. Tatsächlich sind nur einige davon theoretisch bewohnbar.
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