: Keine Auslieferung
■ Priebke wird erneut in Rom vor Gericht gestellt
Rom (AFP) – Der ehemalige SS-Offizier Erich Priebke wird nicht von Italien nach Deutschland ausgeliefert, sondern erneut vor ein römisches Militärgericht gestellt werden. Eine Auslieferung würde gegen eine europäische Konvention von 1957 verstoßen, entschied das italienische Verfassungsgericht. Denn Deutschland wolle Priebke wegen derselben Vorwürfe vor Gericht stellen, derentwegen er von Italiens Justiz verfolgt werde. Der 83jährige Priebke wird beschuldigt, im März 1944 an dem Massaker der SS in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom beteiligt gewesen zu sein, bei dem 335 Menschen umgebracht wurden. Seit November 1995 ist Priebke in Rom inhaftiert.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen