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Kein Weg mehr nach Polen

Senat verbietet Kurztrips. Impfstart mit 60.000 Dosen

Berlin will Einkaufstouren nach Polen nicht mehr zulassen. Kurzreisen zum Shoppen und zum Böllerkauf in dem Nachbarland im Rahmen des Kleinen Grenzverkehrs sind während der Coronapandemie nicht mehr möglich, wie der Senat am Dienstag beschlossen hat. Bisher galt, dass Berlinerinnen und Berliner ohne anschließende Quarantäne zum Kurztrip nach Polen einreisen durften. Brandenburger konnten das nicht mehr, weil Brandenburg den Kleinen Grenzverkehr mit Beginn des Shutdowns im Einzelhandel ausgesetzt hatte.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Montag erklärt, es sei angesichts der hohen Infektionszahlen nicht angemessen, dass Berliner nach Polen zum Einkaufen fahren dürften. Der Berliner Senat hatte bisher argumentiert, es bestehe kein Handlungsbedarf, weil aus der Berliner Infektionsschutzverordnung klar hervorgehe, dass man die Wohnung nur „aus triftigem Grund“ verlassen dürfe. Ein Böllerkauf in Polen gehöre nicht dazu. In Deutschland ist der Verkauf von Feuerwerk in diesem Jahr komplett verboten.

60 mobile Impfteams

Thema auf der letzten Senatssitzung am Dienstag war auch der für Sonntag geplante Impfstart gegen das Coronavirus. „An allererster Stelle stehen die Pflegeheime“, hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag zuvor im RBB-Inforadio mit Verweis auf die hohe Anzahl von Infektionen und Gestorbenen gesagt. „Wir werden deshalb sofort mit den mobilen Teams starten.“ Insgesamt soll es 60 davon geben, die ab Sonntag zu den Pflegeheimen fahren, sagte Kalayci. Der alte Flughafen Tegel soll dabei zur Einsatzzentrale werden.

Auch die sechs für Berlin geplanten Impfzentren, die anschließend für die Massenimpfungen zur Verfügung stehen, seien bereit: „Berlin ist startklar“ sagte Kalayci. Sie hoffe, „dass viele Berlinerinnen und Berliner das Angebot annehmen und wir eine hohe Impfquote haben werden.“

Kalayci rechnet damit, dass die Impfungen für die Bewohner in den Pflegeheimen bis Anfang Februar dauern wird, die der Pflegekräfte bis Mitte Februar. Bereits Anfang Januar sollten außerdem die Einladungen an die über 80-Jährigen verschickt werden, die nicht in Pflegeheimen wohnen.

Die ersten 9.750 Impfdosen der Firma Biontech, die am Montag die Zulassung für ihren Impfstoff bekommen hat, sollen am Samstag nach Berlin geliefert werden. Am Montag sollen 19.500 weitere Dosen und zwei Tage später 29.500 folgen – knapp 59.000 Dosen für Dezember. Mit Beginn 2021 würden wöchentliche Lieferungen von 29.750 Impfdosen erwartet, so die Gesundheitsverwaltung. (dpa)

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