: Kanzlergattin verkauft Asphalt
HANNOVER epd ■ Die Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf hat gestern in Hannover die niedersächsische Obdachlosenzeitung Asphalt an Passanten verkauft. Sie würdigte das Blatt als „große Idee“ und warb im Gespräch mit Bürgern um Unterstützung für das Selbsthilfeprojekt. Der Auftritt der Ehefrau von Gerhard Schröder, gemeinsam mit dem Chefredakteur des Berliner Tagesspiegels, Giovanni di Lorenzo, war Abschluss einer Verkaufsaktion, mit der Prominente die sinkende Auflage von Asphalt steigern helfen wollten.
In den acht Jahren des Bestehens von Asphalt hatte sich die Auflage von 40.000 auf 20.000 halbiert. Herausgeber Pastor Walter Lampe, Leiter des Diakonischen Werks Hannover, warb um mehr Käufer und mehr Anzeigen, die neben Spenden das Blatt und seine Arbeitsplätze ohne öffentliche Zuschüsse finanzieren. Asphalt habe das Selbstvertrauen vieler Menschen als Verkäufer gestärkt, so Lampe.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen