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live Israel und USA im Krieg mit IranTrump: „Große Welle“ von Angriffen auf Iran steht noch bevor

US-Präsident Donald Trump dehnt seinen Zeitplan. Die US-Armee bestätigt vierten gefallenen Soldaten. Israel startet neue Angriffe auf Teheran.

In Al Jahra, Kuwait, stürzt ein brennendes Flugzeug vom Himmel (Standbild aus einem in den sozialen Medien veröffentlichten Video vom 2. März 2026) Foto: Social Media/reuters

18.38 Uhr: Trump: Einsatz im Iran notfalls länger als geplant

dpa | Für US-Präsident Donald Trump könnte die US-Offensive im Iran notfalls auch länger andauern. Zwar liege man „deutlich vor unseren Zeitprojektionen“, sagte Trump. Ursprünglich habe man mit vier bis fünf Wochen gerechnet. Zugleich betonte er jedoch, das Militär habe die „Fähigkeit, weit länger zu gehen“. „Was immer nötig ist, wir werden es tun“, sagte der Präsident bei seiner ersten Pressekonferenz seit den US-Angriffen auf den Iran am Samstag.

🐾 18.28 Uhr: Linken-Chef van Aken: „Mögen sie in der Hölle schmoren“

taz | Dem getöteten Führungspersonal des Mullah-Regimes weint Linken-Chef Jan van Aken keine Träne nach. Er warnt jedoch vor einem Bürgerkrieg, schreibt taz-Redakteur Pascal Beucker.

18.01 Uhr: Tanker brennt in Straße von Hormus nach Drohnenangriff

rtr | In der Straße von Hormus brennt nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden ein Tanker. Das Schiff sei von zwei Drohnen getroffen worden, melden iranische Nachrichtenagenturen. Die Meerenge verbindet die großen Ölproduzenten am Golf ‌mit dem offenen Meer und gilt als eine der wichtigsten Exportrouten der Welt. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.

🐾 18.28 Uhr: Wie der Iran-Krieg internationale Flüge lahmlegt

taz | Auch am Montag blieben Drehkreuze wie die Flughäfen in Dubai und Doha gesperrt. Wie (und wie lange) der Verkehr eingeschränkt bleibt, beschreibt taz-Verkehrsredakteurin Nanja Boenisch.

17.42 Uhr: Trump und Hegseth schließen Bodeneinsatz im Iran nicht aus

dpa | US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth wollen nach den ersten Angriffen auf den Iran nicht ausschließen, dass künftig US-Bodentruppen im Nahen Osten eingesetzt werden. Er habe keine Angst bei dem Thema, wurde Trump vom Boulevardblatt „New York Post“ zitiert. „Jeder Präsident sagt: „Es wird keine Bodentruppen geben.“ Ich sage das nicht“. Stattdessen hielt sich Trump Optionen offen.

Zuvor hatte sich Hegseth ähnlich geäußert. Ihm zufolge sind bislang keine Bodentruppen im Iran im Einsatz. Darüber hinaus wollte er sich nicht dazu äußern, ob ein Bodeneinsatz künftig ein denkbares Szenario sei.

🐾 17.34 Uhr: Raketen für Teheran, Trümmer für Beirut

Der Kriegseintritt der Hisbollah ist unverantwortlich und suizidal. Israel wird die Gelegenheit nutzen, den Krieg im Libanon auszuweiten. Ein Kommentar von der Libanon-Korrespodentin Julia Neumann.

17.23 Uhr: Katar meldet Abschuss zweier iranischer Kampfjets

rtr | Katar hat nach eigenen Angaben zwei aus dem Iran kommende Flugzeuge abgeschossen. Dabei handele es sich um Flieger vom Typ Suchoi Su-24, teilt das Verteidigungsministerium mit. Weitere Einzelheiten zu ‌dem Vorfall nennt das Ministerium zunächst nicht.

17.00 Uhr: Starmer verteidigt Verzicht auf Beteiligung an Iran-Angriffen

rtr | Der britische Premierminister Keir Starmer weist Kritik von US-Präsident Donald Trump an seiner Iran-Politik zurück. Er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und ‌Israels nicht unterstützt zu haben, sagt Starmer. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. „Es ist meine ‌Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens ist“, betont der Regierungschef.

16.55 Uhr: Wegen Nahost-Krieg fallen an deutschen Airports 450 Flüge aus

rtr | Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat weitreichende Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr und trifft auch deutsche Flughäfen. An den acht größten ‌Airports werden bis zum 5. März mehr als 450 Flüge abgesagt, wie der Flughafenverband ADV mitteilt. „Rund 135.000 Passagiere können aktuell ihre Reise nicht ‌wie geplant antreten.“ Betroffen seien unter anderem Verbindungen nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Doha, Dubai, Erbil, Sulaymaniyah und Tel Aviv. „Die kurzfristigen Luftraumsperrungen und Flugausfälle stellen Airlines, Flughäfen und Behörden vor erhebliche operative Herausforderungen“, erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Hierbei habe Sicherheit den absoluten Vorrang.

16.50 Uhr: Trump: „Große Welle“ gegen Iran steht erst bevor

rtr | US-Präsident Donald Trump stimmt auf eine weitere Eskalation im Krieg mit dem Iran ein. Die „große Welle“ stehe erst noch bevor, ‌sagt Trump dem Sender CNN. Zugleich räumte er ein, dass Washington nach der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei keine gesicherten Erkenntnisse über die künftige Führung der Islamischen Republik habe. „Wir haben noch gar nicht angefangen, sie hart zu treffen“, sagte Trump in dem Interview. Der eigentliche Hauptschlag komme erst noch. Wer derzeit in Teheran die Macht innehabe, sei der US-Regierung unbekannt. „Wir wissen nicht, wer die Führung ist. Wir wissen nicht, wen sie auswählen werden“, fügte der Präsident hinzu.

15.45 Uhr: Iranische Medien: Ehefrau von Chamenei ihren Verletzungen erlegen

afp | Iranische Medien haben am Montag den Tod der Ehefrau des getöteten geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gemeldet. Zwei Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran sei seine Frau, Mansureh Chodschasteh Baghersadeh, am Montag ihren Verletzungen erlegen, berichteten mehrere iranische Medien. Die 79-Jährige hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seit dem Angriff im Koma gelegen.

15.40 Uhr: Erste Flüge von Dubai und Abu Dhabi sollen abheben

rtr | Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigt an, spezielle Flüge zur Rückführung gestrandeter Passagiere an den Airports des Landes seien möglich. ‌Die in Dubai ansässige größte internationale Fluggesellschaft Emirates erklärte, eine begrenzte Zahl von Flügen werde am Montagabend abheben. Zuvor hatte auch Etihad ‌aus Abu Dhabi erklärt, noch am Montag Flüge zur Repatriierung von Reisenden „unter strengen Sicherheitsfreigaben“ wieder aufzunehmen. Davon abgesehen blieben alle kommerziellen Flüge gestrichen.

15. 39 Uhr: China unterstützt Iran bei „Verteidigung seiner Souveränität“

afp | Chinas Außenminister Wang Yi hat dem Iran die politische Unterstützung Pekings angesichts der US-israelischen Angriffe zugesichert. In einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi sagte Wang am Montag laut dem chinesischen Staatssender CCTV, China schätze „die traditionelle Freundschaft“ zwischen beiden Ländern. Peking unterstütze den Iran „bei der Verteidigung seiner Souveränität, Sicherheit, territorialen Integrität und nationalen Würde“ sowie „beim Schutz seiner legitimen Rechte und Interessen“.

Dem Sender zufolge sagte Wang, er habe die USA und Israel aufgefordert, „unverzüglich die Militäreinsätze zu beenden, eine weitere Eskalation der Spannungen zu vermeiden und zu verhindern, dass der Konflikt sich auf die ganze Nahost-Region ausbreitet“.

🐾 15.28 Uhr: „War es das? Ist er jetzt weg?“

Unsere Autorin Mina Khani arbeitet seit 20 Jahren im Exil für die Opfer des Mullah-Regimes. Wie sie den Moment erlebt hat, als sie erfuhr, dass Chamenei tot ist.

15.25 Uhr: Hunderte Iraner überqueren offenbar Grenze zur Türkei

rtr | Hunderte Iraner überqueren laut einem Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters am Grenzübergang Kapiköy die Grenze zur Türkei. Einreisende berichten von Angst in der Hauptstadt Teheran, ‌Bombardierungen militärischer Ziele und langen Schlangen an Tankstellen. Am Morgen hatte die Türkei den Grenzverkehr für Tagesausflügler noch ausgesetzt. ‌Der türkische Handelsminister Ömer Bolat erklärt, der Frachtverkehr laufe unter kontrollierten Bedingungen weiter.

15.22 Uhr: Israelisches Militär: bisher 600 Stellungen im Iran angegriffen

dpa | Seit Beginn des Angriffs gegen den Iran am Samstag hat die israelische Luftwaffe nach Angaben eines Militärsprechers mehr als 600 Stellungen im Iran angegriffen. Darunter seien mehr als 20 Ziele iranischer Militärführer, mehr als 150 Boden-Boden-Raketen und über 200 iranische Luftverteidigungssysteme, hieß es in einer Mitteilung. Im Libanon seien bisher mehr als 30 Hisbollah-Ziele angegriffen worden. Bisher seien mehr als 110.000 israelische Reservisten in Vorbereitung für Kämpfe an mehreren Fronten mobilisiert worden, hieß es weiter.

14.49 Uhr: Regierung will Kranke und Kinder aus Nahost zurückholen

dpa | Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin.

14.45 Uhr: US-Generalstabschef Caine: USA haben Luftraum über dem Iran unter Kontrolle

afp/dpa | Die USA haben nach Angaben von Generalstabschef Dan Caine den iranischen Luftraum unter ihre Kontrolle gebracht. „Diese Luftherrschaft wird nicht nur den Schutz unserer Kräfte verbessern, sondern es ihnen auch ermöglichen, die Operationen über dem Iran fortzusetzen“, sagte Caine am Montag in einer Pressekonferenz mit Pentagonchef Pete Hegseth.

Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran wird sich nach Caines Angaben noch in die Länge ziehen. „Das ist kein Einsatz, der nach einer Nacht abgeschlossen ist“, sagte er bei einer Pressekonferenz. Es werde einige Zeit in Anspruch nehmen, um alle militärischen Ziele zu erreichen. Ein Einsatz von Bodentruppen sei nicht geplant, sagte Hegseth.

14.40 Uhr: Hegseth: Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel

dpa | Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel in Teheran führen. „Dies ist kein sogenannter „Regimewechselkrieg“, aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran“, sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA nicht den Krieg begonnen hätten – „aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn.“

🐾 14.30 Uhr: Islamisches Zentrum lädt zur Trauerfeier für Ali Chamenei

In der schiitischen Imam-Rıza-Moschee in Neukölln betrauern am Sonntag rund 100 Menschen den Tod des Religionsführers. Eine Kundgebung hält dagegen. Uta Schleiermacher war für die taz Vorort.

14.13 Uhr: US-Armee meldet Tod eines vierten US-Soldaten im Iran-Krieg

afp | Die US-Armee hat den Tod einesvierten US-Soldaten im US-israelischen Krieg gegen den Iran bekanntgegeben. Ein vierter Soldat, der bei den ersten Angriffen durch den Iran schwer verletzt worden sei, „erlag schließlich seinen Verletzungen“, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Montag im Onlinedienst X mit. Zur Identität oder den Umständen seines Todes machte das Kommando keine Angaben.

14.09 Uhr: Israels Armee meldet Tötung von Geheimdienstchef der Hisbollah

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Geheimdienstchef der Hisbollah im Libanon getötet. Hussein Mukalled sei bei einem gezielten Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Sonntagabend „eliminiert“ worden, teilte die Armee am Montag mit. Mukalled habe das Hauptquartier des Geheimdienstes der pro-iranischen Miliz geleitet.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz drohte, der Chef der Hisbollah, Naim Kassem, werde „auf dem Grund der Hölle“ enden. „Wir werden die Hisbollah hart treffen“, sagte Katz bei einem Besuch der Einsatzzentrale der israelischen Luftwaffe. Kassem werde „feststellen, dass, wer dem Weg Chameneis folgt, auch wie Chamenei enden wird: auf dem Grund der Hölle“.

14.09 Uhr: Bundesregierung will Maschinen zur Evakuierung von Touristen schicken

rtr | Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den Nahen Osten vor, um dort gestrandete deutsche Touristen nach Hause ‌zu holen. Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad geschickt werden, sagt Bundesaußenminister ‌Johann Wadephul in Berlin. Dort seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe bei der Entsendung allerdings vor. Er habe mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesprochen, und die Airline habe grundsätzlich Kapazitäten.

14.09 Uhr: 25 Schiffe deutscher Reedereien vom Iran-Krieg betroffen

dpa | Vom Krieg gegen Iran sind nach Einschätzung des Verbands deutscher Reeder (VDR) in den Gewässern des Golfs mindestens 25 Schiffe von sieben deutschen Reedereien betroffen. Darunter seien auch zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 7.000 Passagieren an Bord, die die Region durch die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können, wie der Verband in Hamburg mitteilte. Darüber hinaus seien in der Großregion, etwa im Arabischen und im Roten Meer, noch weitaus mehr Schiffe deutscher Reedereien tangiert.

Deutsche Schiffe und Seeleute seien bislang keinen direkten Angriffen ausgesetzt gewesen, betonte der Verband. Gleichwohl sei die Lage für die Handelsschifffahrt entlang einer der wichtigsten globalen Energie- und Handelsrouten äußerst besorgniserregend.

14.00 Uhr: Spanien untersagt Nutzung von Stützpunkten für Iran-Angriff

Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflughäfen für die US-israelischen Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig verlassen Daten der ‌Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem US-Luftwaffenstützpunkt ‌Ramstein in Deutschland gelandet. „Spanische Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt“, sagt Außenminister Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco. Madrid werde keine Handlungen zulassen, die nicht im Einklang mit der UN-Charta stünden. Im Gegensatz dazu hatte Großbritannien die Nutzung seiner Basen nach anfänglichem Zögern genehmigt.

13.31 Uhr: Ministerin Reiche erwartet Preisaufschläge durch Iran-Krieg

dpa | Der Iran-Krieg bringt aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche neue Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft. Preisaufschläge auf den Märkten seien bereits sichtbar, die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und ob wichtige Förderanlagen oder Transportwege betroffen seien, sagte die CDU-Politikerin auf der regionalpolitischen Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums in Halle.

Die Bundesregierung habe deshalb ihre Krisenmechanismen reaktiviert. Man habe wieder die Taskforce ins Leben gerufen, die schon zu Zeiten der Gasmangellage aktiv gewesen sei, sagte Reiche. Diese soll die Lage mehrfach am Tag diskutieren und beobachten und könne gegebenenfalls Maßnahmen ableiten. Eingriffe in den Markt seien derzeit aber nicht geplant. Diese „macht man erst dann, wenn sie absolut unvermeidbar sind“, so Reiche.

🐾 13.31 Uhr: Straßensperrung mit Folgewirkung

Wird jetzt das Öl knapp? Die Straße von Hormus verbindet wichtige Ölhäfen des Nahen Ostens mit den Weltmeeren. Der Krieg der USA und von Israel gegen Iran findet also in einer der wichtigsten Ölregionen der Welt statt. Eine FAQ zu den möglichen Folgen.

13.23 Uhr: Athen entsendet Fregatten und Kampfbomber nach Zypern

dpa | Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt von Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine militärische Unterstützung für die benachbarte EU-Inselrepublik. Wie Verteidigungsminister Nikos Dendias dem griechischen Rundfunk (ERTNews) sagte, wird Athen zwei Fregatten sowie zwei F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern verlegen.

13.22 Uhr: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr letzte Wahl

dpa | Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht. „Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Bundespressekonferenz in Berlin. Das Auswärtige Amt unterstützt die Bundesbürger aber nach Angaben eines Sprechers mit allen Möglichkeiten und steht „in allerengstem Kontakt“ mit der Reiseindustrie. „Uns geht es darum, gemeinsam Lösungen für unsere Landsleute zu finden.“

13.21 Uhr: Lufthansa meidet Luftraum im Nahen Osten weitgehend

dpa | Die Lufthansa meidet wegen des Iran-Kriegs den Nahen Osten weitgehend. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel, Libanon, Jordanien und Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe genutzt, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Auch Qatar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 4. März nicht genutzt.

Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den vollständigen Ticketpreis zurück, so die Lufthansa. „Die Sicherheit für Passagiere und Crews hat für die Lufthansa Group stets oberste Priorität.“ Wegen des Iran-Kriegs sind viele Reisende, darunter auch Urlauber aus Deutschland, im Nahen Osten gestrandet. Angaben zu betroffenen Kunden machte die Lufthansa nicht.

13.05 Uhr: Iran greift Energieanlagen in Katar mit Drohnen an

ap | Der Iran soll Energieinfrastruktur in Katar mit Drohnen angegriffen haben. Das meldete das katarische Verteidigungsministerium am Montag. Opfer habe es nicht gegeben. Die Islamische Republik habe mit Drohnen einen Wassertank an einem Kraftwerk in der Staat Messaieed im Süden Katars ins Visier genommen sowie eine Energieeinrichtung in der Industriestadt Ras Laffan, die vom Staatskonzern Qatar Energy betrieben werde.

12.56 Uhr: Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten

dpa | Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.

🐾 12. 53: Die Rolle der Aseris in Iran

In Iran leben mehr Aseris als im Nachbarstaat Aserbaidschan selbst. Die iranische Region Aserbaidschan ist eine der reichsten Irans und strategisch wichtig für das Land. Wie viel Macht hat die Minderheit in Teheran? Ein Bericht von Eva Fischer für taz.de.

12.45 Uhr: Unesco-Weltkulturerbe Golestanpalast bei Angriffen im Iran beschädigt

afp | Bei den US-israelischen Angriffen im Iran ist laut iranischen Nachrichtenagenturen der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast in der Hauptstadt Teheran beschädigt worden. Bei einem gemeinsamen US-israelischen Angriff im Süden Teherans am Sonntagabend sei der Palast teilweise beschädigt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Isna am Montag. Fenster, Türen und Spiegel seien durch die Druckwellen beschädigt worden.

12.44 Uhr: Bundesregierung: Versorgung mit Öl und Flüssiggas ist gesichert

rtr | Die Auswirkungen des Nahost-Krieges auf die deutsche Konjunktur lässt sich nach Einschätzung der Bundesregierung ‌noch nicht einschätzen. Zum jetzigen Zeitpunkt sollte man darüber nicht spekulieren, es hänge vor allem von ‌der Dauer des Konflikts ab, sagt ein Regierungssprecher in Berlin. Bei der Öl- und Gasversorgung sei Deutschland aber breit aufgestellt. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums ergänzt, die Versorgungssicherheit mit Rohöl und Flüssiggas (LNG) sei gewährleistet. Bei Öl kämen nur geringe Mengen aus der Golf-Region, bei LNG gar nichts.

12.41 Uhr: Nach Luftalarm auf Stützpunkt auf Zypern zwei Drohnen abgefangen

rtr | Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern werden zwei ‌Drohnen abgefangen. Das teilt der zypriotische Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Der Stützpunkt war Stunden zuvor von ‌einer Drohne getroffen worden.

12.20 Uhr: US-Militär: Kuwait hat US-Kampfjets versehentlich abgeschossen

ap/rtr | Kuwait hat nach Angaben des US-Militärs „versehentlich“ drei US-Kampfflugzeuge abgeschossen. Das teilte das für die Region zuständige Zentralkommando des Militärs (Centcom) am Montag mit. Alle sechs Besatzungsmitglieder der drei Kampfflugzeuge hätten sich retten können und seien in stabilem Zustand. Der Vorfall werde untersucht.

12.15 Uhr: Neue Angriffe auf Teheran

rtr | Israel kündigt neue Angriffe auf Teheran an. Fast zeitgleich ‌melden iranische Medien mehrere Explosionen in der Hauptstadt.

12.12 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin fordert glaubwürdigen Übergang im Iran

rtr | EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert Reformen in ‌der Islamischen Republik. Sie nennt Bedingungen für eine diplomatische Lösung der Iran-Krise: „Dies bedeutet einen glaubwürdigen ‌Übergang für den Iran, den endgültigen Stopp sowohl des Atom- als auch des Raketenprogramms und ein Ende der destabilisierenden Aktivitäten in der Region.“ Jetzt müsse deeskaliert und eine Ausweitung des Konflikts verhindert werden, sagt sie in Brüssel.

12.10 Uhr: Ein Toter bei Angriff auf Öltanker im Golf von Oman

dpa | Vor der Küste des Omans ist ein Öltanker von einem mutmaßlich iranischen Drohnenboot angegriffen worden. Ein aus Indien stammendes Besatzungsmitglied sei daraufhin bei einem Brand im Maschinenraum ums Leben gekommen, teilte die omanische Behörde für maritime Sicherheit mit. Die etwa 20-köpfige Besatzung mit Landsleuten vor allem aus Indien und Bangladesch sei mit Hilfe eines Handelsschiffs in der Nähe evakuiert worden.

Der etwa 220 Meter lange Öltanker „MKD VYOM“ fährt unter der Flagge der Marschallinseln. Nach Informationen von Schiffs-Ortungsdiensten war er auf dem Weg zur Küste Saudi-Arabiens. Nach omanischen Angaben hat der Tanker rund 60.000 Tonnen geladen, was einer üblichen Umrechnung zufolge etwa 430.000 Barrel Öl entsprechen würde.

11.51 Uhr: Erneuter Luftalarm auf britischen Stützpunkt auf Zypern

rtr | Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf ‌Zypern gibt es erneut Alarm. Der staatliche zyprische Sender CyBC berichtet in einer ‌Live-Sendung von Sirenengeheul kurz nach Mittag. Zudem starten Flugzeuge von der Basis in der Nähe der Stadt Limassol. Der Stützpunkt war erst Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.

11.05 Uhr: Iran meldet Angriff auf Atomanlage

ap | Bei den Angriffen der USA und Israels auf Iran ist nach Angaben des iranischen Botschafters bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA auch die Atomanreicherungsanlage Natans ins Visier genommen worden. „Gestern haben sie erneut Irans friedliche, gesicherte Nuklearanlagen angegriffen“, sagte Resa Nadschafi am Montag. IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi erklärte bei einer Sondersitzung des Gouverneursrats, seine Organisation habe bisher keine Hinweise auf Schäden an iranischen Atomanlagen durch die US-israelischen Angriffe erhalten. Israel und die USA haben bisher keine Angriffe auf die Atomanlage in Natans bestätigt.

11.01 Uhr: Katar kündigt Vergeltung für iranischen Angriff an

rtr | Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen ‌Preis zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale Flughafen gewesen. Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung bleiben, sagt Sprecher Majed Al Ansari dem Sender CNN. Er zeigt sich aber überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst. Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.

10.56 Uhr: Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon

ap | Die israelische Luftwaffe hat weitere Angriffe auf südliche Vororte von Beirut geflogen. Die Detonationen waren am Montagvormittag in Teilen der libanesischen Hauptstadt zu hören. Getroffen wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein Gebiet, in dem die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz eine große Halle für Kundgebungen betreibt. Es war zunächst unklar, ob Menschen getötet oder verletzt wurden.

Die Hisbollah hatte Israel aus Vergeltung für die US-israelischen Angriffe auf Iran in der Nacht mit Drohnen und Raketen angegriffen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Dutzende Ziele im Libanon. Das israelische Militär geht von einer längeren Konfrontation mit der Schiitenmiliz aus. Militärsprecher Effie Defrin wollte am Montag auch einen Bodeneinsatz nicht ausschließen.

10.55 Uhr: Thomas Röwekamp (CDU) zum Iran-Konflikt: Deutschland wird nicht militärisch eingreifen

ots | Angesichts des Krieges bleiben die Schulen in Iran bis Ende März geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regelung gilt demnach bis zum Ende des persischen Kalenderjahrs, das am 21. März endet.

Infolge der „militärischen Aggression des zionistischen Regimes mit Unterstützung der USA“ seien Schulen aller Bildungsstufen bis zum Jahresende geschlossen, und der Unterricht werde virtuell erteilt, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

10.43 Uhr: EU sagt nach mutmaßlichem Drohnenangriff Ministertreffen ab

dpa | Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt in Zypern ist ein dort geplantes EU-Ministertreffen kurzfristig abgesagt worden. Die unvorhergesehene Entwicklung beeinträchtige leider die Flüge nach Zypern, teilte die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit. Deswegen sei beschlossen worden, das informelle Europaministertreffen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Es hätte eigentlich an diesem Montagnachmittag beginnen und bis Dienstagabend dauern sollen.

Zuvor war der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im EU-Land Zypern in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Es handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ „Shahed“, teilte der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mit. Das britische Verteidigungsministerium in London bestätigte den Vorfall. Verletzt wurde nach Angaben des Präsidenten niemand. Unklar war zunächst, wer die Drohne abgefeuert hat.

10.40 Uhr: Die IAEA warnt vor den Risiken für die nukleare Sicherheit

dpa | Angesichts der militärischen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls. „Wir können einen möglichen Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen – inklusive die Evakuierung von Gebieten, die so groß oder größer sind wie Großstädte“, warnte er in einer Sondersitzung der Organisation in Wien.

Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf Iran gebe es bislang keine Hinweise, dass iranische Atomanlagen beschädigt oder getroffen worden seien, so Grossi. Er warnte jedoch vor einem erhöhten nuklearen Sicherheitsrisiko in der Region, auch weil mittlerweile eine Reihe anderer Länder angegriffen worden seien, die ebenfalls Nuklearanlagen haben. „Wir fordern deshalb äußerste Zurückhaltung bei allen militärischen Operationen“, sagte er.

🐾 10.36 Uhr: Hisbollah steigt in den Krieg ein

In der Nacht auf Montag hat Israel die Hisbollah angegriffen. Die Eskalation trifft vor allem die Zivilbevölkerung im Libanon hart. Besonders in schiitisch geprägten Vierteln und Dörfern leiden die Menschen – es fehlen Bunker und offizielle Notunterkünfte. Aus Beirut berichtet Julia Neumann für die taz.

10.35 Uhr: Saudi-Arabien: Ölraffinerie stellt nach Drohnenangriff Betrieb ein

ap | Nach einem iranischen Drohnenangriff hat der saudi-arabische Erdölkonzern Saudi Aramco den Betrieb in einer großen Raffinerie im Osten des Landes eingestellt. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, berichtete das saudische Staatsfernsehen. Bei einem Feuer, das nach dem Drohnenangriff am Montag ausgebrochen war, sei niemand ums Leben gekommen.

Ein Militärsprecher teilte in einem Bericht der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur mit, der Drohnenangriff auf die Anlage in Ras Tanura nahe der Stadt Dammam sei abgewehrt worden. Videos, die im Internet zirkulierten, zeigten dichten schwarzen Rauch über dem Gelände. Ob dieser von Trümmerteilen einer abgeschossenen Drohne ausgelöst wurde, war zunächst unklar. In Ras Tanura können täglich mehr als eine halbe Million Barrel Öl verarbeitet werden.

09.54 Uhr: Iranischer Roter Halbmond: 555 Tote in Iran seit Beginn der Angriffe

afp | Seit Beginn der US-israelischen Angriffe sind in Iran staatlichen Angaben zufolge insgesamt 555 Menschen getötet worden. „Infolge der US-zionistischen Terrorangriffe in verschiedenen Regionen unseres Landes sind bisher 131 Städte betroffen und wurden bedauerlicherweise 555 unserer Landsleute getötet“, erklärte der iranische Rote Halbmond am Montag im Onlinedienst Telegram.

In der Provinz Fars im Süden Irans wurden Medienberichten zufolge insgesamt 35 Menschen getötet. Dies gab die Nachrichtenagentur Tasmin am Montag bekannt und wies darauf hin, dass die Opferzahl durch die „anhaltenden Angriffe des Feindes“ noch „steigen könnte“.

In der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten des Landes wurden laut Berichten der Nachrichtenagentur Irna 27 Menschen getötet.

09.48 Uhr: Gaza-Grenzübergänge bleiben wegen Iran-Konflikt geschlossen

ap | Vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation mit Iran will Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen vorerst geschlossen halten. Die israelische Militärbehörde Cogat, die für die zivilen Angelegenheiten der Palästinenser und die Koordination an den Grenzübergängen zuständig ist, teilte mit, ein sicherer Betrieb sei wegen der Gefahr von Raketenangriffen nicht möglich. Dies dürfte erhebliche Auswirkungen für die Versorgung der notleidenden Bevölkerung mit humanitärer Hilfe haben.

Cogat machte geltend, dass es im Gazastreifen inzwischen ausreichende Bestände an Lebensmitteln gebe, um eine längere Zeit zu überbrücken. Einige Hilfsorganisationen, darunter die Organisation World Central Kitchen, die Suppenküchen im Gazastreifen betreibt, widersprachen. „Wir brauchen täglich Lebensmittellieferungen, um hungernde Familien zu versorgen, die nicht Teil dieses Krieges sind“, schrieb Gründer Jose Andres auf der Plattform X.

9.30 Uhr: Mehrere US-Jets in Kuwait abgestürzt – Besatzung überlebt

afp | Im Golfstaat Kuwait sind am Montag nach offiziellen Angaben mehrere US-Kampfflugzeuge abgestürzt. Das hat mittlerweile ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums bestätigt. Alle Besatzungsmitglieder hätten überlebt, sie seien zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden und befänden sich in „stabilem“ Zustand. Die Ursache des Absturzes werde derzeit untersucht.

Die iranische Armee erklärte, sie habe den Stützpunkt Ali Al Salem der US-Luftwaffe in Kuwait ins Visier genommen.

In der Hauptstadt Kuwait-Stadt war am Montagmorgen Luftalarm zu hören, wenig später stieg von der Botschaft der USA Rauch auf. Die diplomatische Vertretung bestätigte zunächst keinen Einschlag – rief jedoch dazu auf, dem Botschaftskomplex fernzubleiben.

Zudem fielen Trümmerteile am Montag in dem ölreichen Staat auf die Ahmadi-Raffinerie, zwei Arbeiter wurden laut der nationalen Erdölgesellschaft verletzt. Die Produktion sei jedoch nicht gestört worden.

8.56 Uhr: Franken auf höchstem Stand zum Euro seit 2015

rtr | Der Schweizer ‌Franken ist am Montag auf den höchsten Stand gegenüber dem Euro seit mehr als einem Jahrzehnt gestiegen. Anleger flüchteten wegen der Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten in die ‌als sicher geltende Währung. Der Euro fiel im frühen Handel auf 0,9037 Franken. Das ist der niedrigste Stand seit dem sogenannten Frankenschock vom Januar 2015. Analysten erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank Franken verkaufen wird, um die Aufwertung zu bremsen.

Sie werde jedoch kein bestimmtes Niveau verteidigen, ‌sagte der UBS-Ökonom Alessandro Bee. Zinssenkungen von dem aktuellen Niveau von null Prozent seien ⁠nicht zu erwarten. Dies wäre nur bei langfristigen Problemen wie einer Verlangsamung der Weltwirtschaft oder Zinssenkungen anderer Zentralbanken angebracht. „Dieser Anstieg ‌des ‌Frankens ist kein strukturelles Problem ⁠in der Eurozone wie im Jahr 2011“, sagte Bee. „Er ist auf Geopolitik ‌und Risikoaversion zurückzuführen.“

8.52 Uhr: Wadephul: Werden uns nicht beteiligen

dpa | Deutschland wird sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul (CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen Iran beteiligen. „Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen“, sagte Wadephul im Deutschlandfunk. Im Gegensatz zu Großbritannien, das den USA die Nutzung britischer Stützpunkte in der Region für die Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen erlaubt, habe Deutschland solche Basen dort nicht. „Wir haben auch keine entsprechenden militärischen Mittel“, sagte Wadephul. „Und die Bundesrepublik hat definitiv nicht die Absicht, sich irgendwie zu beteiligen.“

Möglich sei allerdings, dass „unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden“, führte er weiter aus. „Weitere Maßnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher Sicht nicht geben.“ Bundeswehr-Einheiten sind derzeit in Jordanien und in Irak stationiert.

Auf die Frage, ob der Angriff Israels und der USA auf Iran völkerrechtswidrig sei, sagte Wadephul unter anderem: „Es gibt natürlich auch Zweifel daran, das steht doch außer Frage. Aber wir müssen doch eine Gesamtbewertung der politischen und der Sicherheitsdimension vornehmen, der wir gegenüberstehen. Das ist unsere Verantwortung als Bundesregierung, zu sagen, was bedeutet das für uns hier. Und der Iran ist eine erhebliche Gefahr, nicht nur für Israel, für die Region dort, sondern auch für Deutschland und für Europa.“

Konkret bedeute diese Gefahr, dass es in Iran „wieder ein erhebliches ballistisches Raketenprogramm“ gebe, führte Wadephul aus. „Und zwar das sind Raketen mit einer Reichweite, die auch Europa bedrohen“. Das iranische Regime sei zudem „jederzeit entschlossen gewesen“, „auch gegen Europa, gegen europäische Interessen zu handeln“, und bedrohe „uns auch terroristisch hier in Deutschland“. Vom Iran würden „Cyberangriffe Richtung Deutschland ausgehen“. Das Land unterstütze zudem Russlands Krieg gegen die Ukraine. „Das kann ich doch nicht unberücksichtigt lassen“, sagte Wadephul.

„Wenn diesem Regime das Handwerk gelegt wird, dass es zumindest gegen uns nicht mehr so vorgehen kann, wie es das in der Vergangenheit getan hat, dann erhöht es unsere Sicherheit hier in Deutschland. Und das ist für mich ein entscheidender Aspekt“, so Wadephul.

8.51 Uhr: Verfassungsschutzpräsident warnt vor iranischer Sabotage

afp | Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer warnt angesichts der Eskalation im Nahen Osten vor einer verschärften Sicherheitslage in Deutschland. Die Gefahr verdeckter Operationen Irans in westlichen Staaten sei „absolut real“, sagte Kramer im Interview mit dem Handelsblatt laut Mitteilung vom Montag.

Im Fokus der Bedrohung stehen laut Kramer vor allem Cyberangriffe. Pro-iranische Hacker und staatliche Gruppen nutzten digitale Attacken für gezielte Sabotage, die weit über klassische Spionage hinausgehe. „Wir haben Szenarien, dass sogar die Steuerungstechnik von Industrieanlagen ins Visier genommen wird“, sagte der Geheimdienstchef. Solche Angriffe seien für Iran ein mächtiges Druckmittel, um Deutschland in Krisenzeiten empfindlich zu treffen.

Für weniger wahrscheinlich hält Kramer „wahllosen Terror gegen die breite Bevölkerung“. Iran setze eher auf gezielte Aktionen. „Das betrifft vor allem Einschüchterung oder Anschlagspläne gegen die iranische Exil-Opposition sowie jüdische, US-amerikanische und israelische Einrichtungen.“

Besonders besorgt zeigt sich Kramer über die gesellschaftliche Stabilität in Deutschland. Der Nahost-Konflikt wirke wie ein „Brandbeschleuniger“ für Antisemitismus und Polarisierung. Radikale Gruppen instrumentalisierten die Lage, um die Gesellschaft zu spalten. „Wir sehen aufgeheizte Demonstrationen, antiamerikanische Stimmung und ein hohes Risiko für antisemitische Hetze.“ Die größte Gefahr liegt laut Kramer daher „in der schleichenden Zerstörung von Vertrauen und Stabilität durch diese verdeckten Nadelstiche“.

8.49 Uhr: Ölriese Aramco stoppt Produktion

rtr | Der saudi-arabische ‌Ölriese Aramco fährt einem Insider zufolge seine Raffinerie Ras Tanura nach einem Drohnenangriff herunter. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die Lage sei unter Kontrolle, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Anlage an der Golfküste zählt mit einer Kapazität von 550.000 Fässern pro Tag zu den größten im Nahen Osten.

8.45 Uhr: Aktienkurse an den Börsen in Asien sinken

afp | Angesichts der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind die Aktienkurse an den Börsen in Asien am Montagmorgen gesunken. In Tokio, Hongkong, Singapur, Mumbai, Bangkok, Taipeh und Wellington öffnete der Handel überall im Minus. Vor allem die Kurse von Fluggesellschaften fielen stark – sie müssen vorerst Flüge in die Region streichen. Die Kurse von Energiefirmen dagegen stiegen – der Konflikt in Nahost hat den Ölpreis bereits deutlich nach oben getrieben.

Auch an den europäischen Börsen werden sinkende Kurse erwartet. Die Märkte „leiden unter der Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und deren potenziellen Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die Energieflüsse“, erklärte der Analyst John Plassard von der Cité Gestion Private Bank. Sie sorgten sich vor allem um „deutlich höhere Ölpreise und Störungen der Lieferketten mit dem Risiko einer höheren Inflation“, erläuterte Analystin Kat Hudson von Hargreaves Lansdown.

Der Preis für Gold stieg am Montagmorgen ebenfalls. Das Edelmetall gilt als sichere Anlage in Krisenzeiten.

8.40 Uhr: WHO fordert Schutz von Zivilisten und Kliniken

ap | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Iran-Krise alle Konfliktparteien zum Schutz von Zivilisten und Gesundheitseinrichtungen aufgefordert. „Alle Parteien müssen sicherstellen (…), dass medizinische Einrichtungen geschützt bleiben“, erklärte Hanan Balkhy vom WHO-Regionalbüro für den östlichen Mittelmeerraum. Der Schutz des Gesundheitswesens und von Zivilisten müsse „absolut“ sein, erklärte sie.

Die USA und Israel hatten am Samstag mit Luftangriffen auf Iran begonnen, bei denen auch Ajatollah Ali Chamenei, oberster Führer und geistliches Oberhaupt der Islamischen Republik, getötet wurde. Der Iran nahm daraufhin Staaten der Region unter Beschuss. In der Nacht zum Montag trat auch die von Teheran unterstützte libanesische Schiitenmiliz Hisbollah mit Raketenangriffen auf Israel in den Konflikt ein. Israel reagierte mit Vergeltungsangriffen im Libanon.

8.30 Uhr: Regierung in Peking meldet toten Chinesen in Teheran

rtr | In ‌Teheran ist nach Angaben des Außenministeriums in Peking ein Chinese ums Leben gekommen. Mehr als 3.000 Chinesen seien bereits aus Iran herausgeholt worden, teilt das Ministerium weiter mit. Alle Chinesen in Iran werden erneut aufgefordert, das Land so schnell wie möglich zu verlassen.

8.17 Uhr: Erneute Angriffe auf Westen Irans

afp | Der Westen Irans ist nach Angaben von Staatsmedien erneut aus der Luft angegriffen worden – dabei seien mindestens drei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete am Montag unter Verweis auf den dortigen Gouverneur Gharib Sadschadi von Attacken auf Wohngebäude in der westiranischen Stadt Sanandadsch. „Drei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt“, erklärte Sadschadi, die Zahl der Todesopfer könne weiter steigen.

Kurz darauf meldete ein Regierungsvertreter auch Angriffe auf die zentraliranische Provinz Jasd.

Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels am Samstag wurden nach jüngsten staatlichen Angaben im Nordwesten Irans mindestens 27 Menschen getötet. „Die Zahl der Märtyrer, die in den vergangenen zwei Tagen infolge der Angriffe Israels und der USA gestorben sind, ist auf 27 gestiegen“, sagte der Leiter der Abteilung für Krisenmanagement der Provinz Ost-Aserbaidschan, Madschid Farschi, laut Berichten von Irna.

8.14 Uhr: US-Kampfflugzeug in Kuwait abgestürzt

dpa | Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug abgestürzt. In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen. Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.

Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz.

Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht. Das US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13.500 Kräfte stationiert hat, äußerte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte.

Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich wie die anderen Golfstaaten unter Beschuss. Iran griff infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem Einrichtungen des US-Militärs in der Golfregion an.

8.12 Uhr: China ruft zum sofortigen Stopp der Angriffe auf

rtr | China zeigt sich besorgt über die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe auf die gesamte Region und ruft alle Parteien zum sofortigen Stopp der Angriffe auf. Die Volksrepublik stehe bereit, zusammen mit der internationalen Gemeinschaft zur Verhandlungslösung des Konflikts beizutragen, teilt das Außenministerium in Peking mit. Es bekräftigt seine Haltung, die israelischen und amerikanischen Angriffe auf Iran seien eine Verletzung des internationalen Rechts.

7.59 Uhr: Explosionen erschüttern Hauptstadt der irakischen Kurdenregion

ap | Laute Explosionen haben am Montag die Hauptstadt der halbautonomen Kurdenregion in Irak erschüttert. Journalisten der Nachrichtenagentur AP hörten die Detonationen in Erbil am Morgen. Seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran hat die Islamische Republik mehrere Staaten der Region unter Beschuss genommen.

7.55 Uhr: An US-Botschaft in Kuwait steigt Rauch auf

dpa | Im kleinen Golfstaat Kuwait ist an der US-Botschaft offenbar ein Feuer ausgebrochen. An dem Gebäude steige Rauch auf, berichteten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass an dem Gebäude Rauch aufsteige. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.

„Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait. Kommen Sie nicht zur Botschaft“, teilte die US-Botschaft im Land mit. Landsleute wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und wachsam zu bleiben wegen möglicher Angriffe im Land.

Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich wie die weiteren Golfstaaten unter Beschuss durch Teheran. Ziel sind dabei unter anderem Einrichtungen des US-Militärs. Der Iran griff infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain an.

7.50 Uhr: EU steht nach Drohnenangriff an Seite ihrer Mitglieder

rtr | EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert den Mitgliedstaaten nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern Unterstützung zu. Auch wenn die Republik Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung „gemeinsam, fest und unmissverständlich“ an der Seite ihrer Mitglieder, schreibt von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zypriotischen Präsidenten telefoniert hat.

7.29 Uhr: Klinik in Iran von Rakete getroffen

dpa | Bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen in Iran ist in der Hauptstadt eine Klinik beschädigt worden. Das Gandhi-Krankenhaus in der Millionenmetropole Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend.

„Meine Kollegen sind gerade dabei, das Krankenhaus zu evakuieren“, schrieb der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X. Er veröffentlichte ein Video, das einen beschädigten Eingangsbereich zeigte.

Landesweit seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. In Teheran seien neben der Gandhi-Klinik zwei weitere Krankenhäuser getroffen worden. Beschädigt wurde demnach auch ein Krankenhaus in der südwestlichen Provinzhauptstadt Ahwas. Außerdem seien landesweit drei Rettungswachen angegriffen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen stehen unter besonderem Schutz des humanitären Völkerrechts. Als zivile Einrichtungen dürfen sie nicht angegriffen werden.

7.06 Uhr: Mehr als 30 Tote bei israelischen Angriffen

ap | Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sollen mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen sein. Das libanesische Gesundheitsministerium sprach am Montag von mindestens 31 Toten und rund 150 Verletzten. Etwa zwei Drittel der Toten habe es im Süden des Landes gegeben. Vorausgegangen waren Raketenangriffe der Hisbollah auf Israel in Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels auf Iran, bei denen unter anderen der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet worden war.

6.56 Uhr: FBI untersucht Schüsse in Texas als Terrorakt

ap | Vor einer Bar in Austin im US-Bundesstaat Texas hat ein Schütze zwei Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter trug Kleidung mit dem Muster der iranischen Flagge und den Worten „Allahs Eigentum“, wie die Polizei der AP am Sonntag mitteilte. Das FBI untersucht die Schüsse, die auf den US-israelischen Angriff auf Iran folgten, als möglichen Terrorakt. Die Polizei erschoss den Schützen, der den Angaben zufolge sowohl eine Pistole als auch ein Gewehr bei dem Angriff einsetzte.

Zu den Schüssen kam es am Sonntag kurz vor zwei Uhr nachts vor dem Buford’s Backyard Beer Garden an der Sixth Street, nur wenige Kilometer von der University of Texas entfernt.

Der 53-jährige Verdächtige fuhr mehrfach an der Bar vorbei, bevor er anhielt und aus dem Fenster seines SUV schoss, wie Lisa Davis, die Polizeichefin von Austin, mitteilte. Er parkte, stieg aus und schoss weiter auf Menschen, die die Straße entlangspazierten, bevor Polizisten zur Kreuzung eilten und den Mann töteten, wie Davis weiter mitteilte. Drei der Verletzten hätten sich am Sonntagmorgen in kritischem Zustand befunden.

Die Behörden nannten kein klares Motiv für die Schüsse, fanden jedoch „Indikatoren“, die sie dazu veranlassten, die Möglichkeit einer terroristischen Tat in Betracht zu ziehen, wie Alex Doran, der kommissarische Leiter des FBI-Büros in San Antonio, mitteilte. „Es ist noch zu früh, um darüber eine endgültige Entscheidung zu treffen“, sagte Doran.

6.49 Uhr: Zypern: Beteiligen uns nicht an Einsätzen

rtr | Zypern wird sich Präsident Nikos Christodoulides zufolge nicht an Militäreinsätzen beteiligen. „Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen“, erklärt Christodoulides in einer Stellungnahme. Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern sei in der Nacht von einer unbemannten Shahed-Drohne getroffen worden, teilt der Präsident mit. Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen.

6.42 Uhr: Explosionen in mehreren Golfstaaten

afp | In mehreren Golfstaaten sowie in Jerusalem sind am Montagvormittag Explosionen zu hören gewesen. AFP-Reporter berichteten am Montagmorgen von lauten Detonationen in Katars Hauptstadt Doha, in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Bahrains Hauptstadt Manama – sowie in Jerusalem. Das bahrainische Innenministerium erklärte, bei iranischen Angriffen sei ein Mensch getötet worden.

Der Mensch sei getötet worden, als „an Bord eines ausländischen Schiffes in der Industriestadt Salman ein Feuer ausbrach, nachdem Trümmerteile einer abgefangenen Rakete heruntergefallen waren“, erklärte das bahrainische Innenministerium. Es handle sich um einen asiatischen Arbeiter, zwei weitere Menschen seien verletzt worden.

Augenzeugenberichten zufolge waren außerdem in der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi Explosionen zu hören. Die kuwaitische Armee fing derweil nach Angaben der kuwaitischen staatlichen Nachrichtenagentur eine unbekannte Anzahl „feindlicher“ Drohnen ab, die auf das Golfemirat abgefeuert worden seien. Demnach gab es keine Verletzten.

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe „Raketen identifiziert“, die aus Iran auf Israel abgefeuert worden seien. Die Luftabwehr sei aktiviert worden. Die Armee wies die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Auch in der Region Tel Aviv waren Explosionen zu hören.

6.11 Uhr: Pentagon kündigt Pressekonferenz an

afp | Das Pentagon hat für Montagnachmittag eine Pressekonferenz von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zu den gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf Ziele in Iran angekündigt. Hegseth werde am Montag um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MEZ) vor die Presse treten, teilte das Pentagon am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X mit. US-Generalstabschef Dan Caine werde ebenfalls an der Pressekonferenz teilnehmen.

Am Dienstag wird Hegseth außerdem gemeinsam mit US-Außenminister Marco Rubio die US-Kongressabgeordneten über den Fortschritt des Armeeeinsatzes informieren, wie das Weiße Haus bekanntgab. Die oppositionellen Demokraten werfen der US-Regierung vor, sie vor dem Beginn des Einsatzes nicht konsultiert zu haben.

5.58 Uhr: Mutmaßlicher Drohnenangriff in Zypern

dpa | Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden. Es gebe Maßnahmen zum Schutz der Truppen in der Region. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.

Nach Informationen der zyprischen Regierung soll es sich um eine „unbemannte Drohne“ gehandelt haben, die nur geringen Schaden verursacht hat. In enger Zusammenarbeit mit der britischen Regierung und der Verwaltung der britischen Stützpunkte beobachte man die Lage genau. Der Nationale Sicherheitsrat tage weiterhin ununterbrochen.

Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. Großbritannien unterhält dort zwei Stützpunkte.

Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Einschlägen komme. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahegelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten übereinstimmend zyprische Nachrichtenportale.

Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu. Verteidigungsminister Healey hatte vor der Gefahr „zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe“ gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.

5.45 Uhr: Israel greift Libanon an

rtr | Mit dem Eingreifen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz hat sich der Konflikt um Iran auf den Libanon ausgeweitet. Als Reaktion auf Raketen- und Drohnenangriffe der Hisbollah auf Israel hat das israelische Militär am Montag Ziele im gesamten Libanon angegriffen. Die Hisbollah bezeichnete ihren Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei durch Israel und ‌die USA. Damit eröffnet die Miliz eine neue Front in dem Konflikt, der am Wochenende mit US-israelischen Angriffen auf Iran begonnen hatte.

Das israelische Militär teilte zudem mit, es habe ranghohe Mitglieder der Hisbollah in Beirut sowie ein zentrales Mitglied im Südlibanon angegriffen. „Die Hisbollah hat über Nacht einen Feldzug gegen Israel eröffnet und ist für jede Eskalation voll verantwortlich“, sagte der israelische Generalstabschef Ejal Samir. Die Hisbollah erklärte ihrerseits, die fortgesetzten israelischen Angriffe gäben ihr das Recht, sich „zur geeigneten Zeit und am geeigneten Ort“ zu verteidigen.

In der libanesischen Hauptstadt Beirut erschütterten mehr als ein Dutzend Explosionen die von der Hisbollah kontrollierten südlichen Vororte. Das israelische Militär teilte mit, es habe ranghohe Hisbollah-Mitglieder in der Nähe von Beirut ⁠angegriffen, und wies die Bewohner Dutzender Dörfer im Süd- und Ostlibanon an, die Gebiete zu verlassen.

Noch am Samstag hatte die libanesische Regierung mitgeteilt, der US-Botschafter habe versichert, Israel werde nicht eskalieren, solange es keine feindseligen ‌Handlungen von libanesischer Seite ‌gebe. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss aus ⁠dem Südlibanon in Richtung Israel als „unverantwortlichen“ und „fragwürdigen Akt“, der die Sicherheit des Landes gefährde.

Den Berichten zufolge handelt es sich um die heftigsten Angriffe auf ‌die südlichen Vororte Beiruts seit dem ‌Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Jahr 2024. Beide Seiten hatten sich damals auf einen von den USA vermittelten Waffenstillstand geeinigt.

5.44 Uhr: Irans Sicherheitsrat lehnt Verhandlungen mit den USA ab

afp | Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf Iran hat Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung abgelehnt. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani am Montag im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen.

Laridschani warf US-Präsident Donald Trump außerdem vor, die Region „mit seinen ‚illusorischen Träumen‘ ins Chaos gestürzt“ zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.

5.35 Uhr: USA hatten keine Hinweise auf iranischen Erstschlag

rtr | Der US-Regierung haben Insidern zufolge vor den Angriffen auf Iran keine Hinweise auf einen bevorstehenden Erstschlag Teherans vorgelegen. Dies räumten laut Insidern Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump demnach bei einer Unterrichtung von Kongressmitarbeitern ein. Zuvor hatten Regierungsvertreter die Angriffe damit begründet, dass man einem iranischen Angriff zuvorkommen wolle.

5.34 Uhr: Binnen 24 Stunden 1.000 Ziele in Iran angegriffen

dpa | Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden seiner Angriffe in Iran nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele angegriffen. Dazu gehörten unter anderem das Hauptquartier der Revolutionsgarden, Luftabwehrsysteme, Kriegsschiffe, U-Boote, militärische Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentren sowie Stellungen mit ballistischen Raketen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des Militärs (Centcom) mit.

Es gehe bei den Angriffen darum, Irans Sicherheitsapparat unbrauchbar zu machen. Höchste Priorität werde Zielen eingeräumt, die eine unmittelbare Bedrohung darstellten, erklärte Centcom. Die Bilanz auf der Webseite des US-Militärs bezog sich auf die ersten 24 Stunden der Angriffe, also bis einschließlich Sonntagmorgen. Seither gab es zahlreiche weitere Angriffe durch das israelische und das amerikanische Militär.

Bei den Einsätzen der ersten 24 Stunden kamen demnach unter anderem eine ganze Reihe Kampfflugzeuge zum Einsatz (darunter die Typen F-18, F-16, F-22, F-35, A-10) genauso wie Flugzeuge zur Luftraumüberwachung, Tankflugzeuge, Tarnkappenbomber, Drohnen, Flugzeugträger, Zerstörer und U-Boote sowie Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars. Zudem seien Luftabwehrsysteme der Typen Patriot und THAAD im Einsatz gewesen. Letzteres dient vor allem zum Abfangen ballistischer Raketen.

5.29 Uhr: Miliz in Irak: Haben US-Truppen in Bagdad angegriffen

dpa | Eine mit Iran verbündete Miliz in Irak hat nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit einer Drohne angegriffen, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Es handle sich dabei um eine „Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Chamenei“ und eine „Unterstützung“ für Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.

Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren in Irak auf sich aufmerksam machte vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois in Irak. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem einflussreichen Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele von Iran unterstützt werden und die in Irak großen Einfluss haben. In Bagdad kam es nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Chamenei am Sonntag bereits zu Protesten am Regierungsviertel mit der US-Botschaft.

5.22 Uhr: Israelische Armee ruft Menschen im Libanon zur Evakuierung auf

afp | Nach Angriffen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz auf Israel hat die israelische Armee die Bewohner von etwa 50 Städten und Dörfern im Süden und Osten Libanons zur Evakuierung aufgerufen. „Zu Ihrer Sicherheit verlassen Sie bitte sofort Ihre Häuser und begeben Sie sich mindestens 1.000 Meter von Ihrem Dorf entfernt in offene Gebiete“, erklärte eine israelische Armeesprecherin am Montag im Onlinedienst X.

Zuvor hatte die Hisbollah Israel aus dem Libanon angegriffen. Die Miliz erklärte, „als Vergeltung“ für die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei bei Angriffen der USA und Israels auf Iran Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert zu haben. Die israelische Armee erklärte, ein aus dem Libanon abgefeuertes Geschoss abgefangen zu haben.

Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam bezeichnete die Angriffe aus dem Süden des Landes auf Israel als „unverantwortliche und verdächtige Handlung, die die Sicherheit und Stabilität des Libanon gefährdet“. Der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, die Raketen auf Israel richteten sich „gegen all die Anstrengungen und Bemühungen des libanesischen Staates, den Libanon von den gefährlichen militärischen Konfrontationen fernzuhalten, die sich in der Region abspielen“.

Die israelische Armee erklärte daraufhin, Ziele der Hisbollah „überall im Libanon“ anzugreifen. Später erklärte die Armee, bei „gezielten“ Angriffen ein hochrangiges Hisbollah-Mitglied in Beirut und ein weiteres im Süden des Landes getroffen zu haben. Israels Generalstabschef Ejal Samir erklärte, die Hisbollah habe „über Nacht eine Offensive gegen Israel eröffnet und trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation“.

4.53 Uhr: Erneut Explosionen in Kuwait

rtr | In Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge laute Explosionen und Sirenen zu hören. Iran hatte nach amerikanisch-israelischen Angriffen auf die Islamische Republik auch Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet.

4.31 Uhr: Reisende sitzen in Nahost fest

dpa | Die Flugzeuge starten nicht, die Kreuzfahrtschiffe fahren nicht ab, dafür gibt es immer wieder Raketenalarm: Tausende Urlauber aus der ganzen Welt sitzen im Kriegsgebiet in Nahost fest. Wann eine Ausreise für die Betroffenen wieder möglich sein wird, ist laut Außenminister Johann Wadephul gegenüber der Bild derzeit nicht absehbar.

Das dürfte vor allem davon abhängen, wie sich der Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran in den nächsten Tagen entwickelt. Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele in Iran begonnen, bei denen auch Religionsführer und Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion, in der es US-Militärstützpunkte gibt.

Daraufhin wurde etwa an den Flughäfen von Dubai der Flugverkehr bis auf Weiteres ausgesetzt. Airports und nationale Fluggesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben der Generalbehörde für Zivilluftfahrt zufolge bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten.

Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt. Außerdem wollen die Vereinigten Arabischen Emirate „alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere“ übernehmen, teilte die Behörde mit.

4.30 Uhr: Kleinere vierstellige Zahl an EU-Bürgern ist noch in Iran

dpa | In Iran halten sich schätzungsweise noch ein paar Tausend Menschen auf, die die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen, wie eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel mitteilte. Viele von ihnen hätten allerdings auch die iranische Staatsangehörigkeit und wollten nicht zwingend das Land verlassen, ergänzte sie. Genaue Angaben zur Zahl der Menschen, die evakuiert werden wollen, machte sie nicht.

Deutlich mehr Menschen mit Staatsangehörigkeit eines EU-Staates sitzen den Angaben zufolge unfreiwillig in Ländern rund um Iran fest, weil ihre Flüge wegen Luftraumsperrungen gestrichen wurden. Um ihnen bestmöglich zu helfen, wurde ein EU-Netzwerk für konsularische Zusammenarbeit aktiviert, das die Koordinierung von Evakuierungsbemühungen erleichtern soll.

4.27 Uhr: Irakische Miliz bekennt sich zu Drohnenangriff

ap | Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam hat sich zu einem Drohnenangriff auf US-Truppen am Flughafen in der irakischen Hauptstadt Bagdad bekannt. Der Angriff war Vergeltung für den Tod des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, wie die Gruppe am Montag mitteilte. Saraja Awlija al-Dam ist eine der schiitischen Milizen, die nach der von den USA geführten Invasion im Jahr 2003 in Irak tätig wurde, die den damaligen Machthaber Saddam Hussein stürzte. Die USA und Irak haben sich zunächst nicht zu der Erklärung geäußert.

4.00 Uhr: Sondersitzung des IAEA

afp | Wegen der massiven Angriffe der USA und Israels auf den Iran kommt der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Montag zu einer Sondersitzung zusammen. Die Sitzung erfolgt auf Antrag Russlands, eines wichtigen Verbündeten des Iran. Nach dem Beginn der Angriffe am Samstag hatte die IAEA die Konfliktpartien zur Zurückhaltung aufgerufen. Westliche Staaten, allen voran die USA und Israel, werfen Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und besteht auf seinem Recht zur Nutzung der Atomtechnologie für zivile Zwecke.

3.48 Uhr: Iran-Konflikt treibt Ölpreis

rtr | Die Ölpreise sind am Montag nach Angriffen auf Tanker im Nahen Osten um mehr als sieben Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen. Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen Iran, Israel und den USA, die den Öltransport in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37 Dollar, den höchsten Stand seit Januar 2025. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg zeitweise auf 75,33 Dollar und erreichte damit den höchsten Wert seit Juni 2025.

Die iranischen Revolutionsgarden teilten ‌mit, sie hätten drei Tanker aus den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen getroffen. Zudem erklärte Iran, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus sei gesperrt. Bei den Angriffen wurden Reedereikreisen und Behördenvertretern zufolge mindestens drei Tanker beschädigt und ein Seemann getötet. Konkret wurde nach Angaben des Schiffsdienstleisters V. Ships Asia der Öltanker „MKD VYOM“ vor der Küste Omans beschossen, wobei ein Besatzungsmitglied ums Leben kam.

Die Angriffe haben bereits spürbare Folgen für den Seehandel. Die dänische Reederei Maersk kündigte an, Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas umzuleiten. Mehr als 200 Schiffe, darunter Öl- und Gastanker, lagen Schiffsdaten zufolge am Sonntag vor der Meerenge vor Anker. Das japanische Handelshaus Itochu teilte mit, ‌es gebe bereits „einige Auswirkungen“ auf seine Lieferungen von Rohöl und Ölprodukten aus der Golfregion.

3.21 Uhr: Bahrain fängt Dutzende iranische Raketen ab

ap | Bahrain hat seit Beginn der iranischen Angriffe auf das Land eigenen Angaben zufolge 61 Raketen und 34 Drohnen abgefangen.Das bahrainische Militär erklärte, dass die iranischen Angriffe auf zivile Einrichtungen und Privatbesitz abzielten und einen schweren Verstoß gegen die Prinzipien des Völkerrechts darstellten. „Diese wahllosen und abscheulichen Angriffe stellen eine direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Region dar“, hieß es weiter.

3.17 Uhr: Ranghohe Hisbollah-Mitglieder attackiert

dpa | Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter mitteilte, sei ein weiterer wichtiger „Hisbollah-Terrorist“ im Süden des Libanons getroffen worden.

Das israelische Militär reagierte damit auf einen nächtlichen Raketenangriff der Schiiten-Miliz auf Israel. Ein Geschoss sei abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, hieß es.

Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die von Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen angegriffen hat. Sie begründete den Angriff in der Nacht mit der Tötung des obersten Führers Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran am Wochenende startete die Islamische Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie auf zivile Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen Fällen auch Wohngebäude. Dazu gehörte auch Bahrain, das die Fünfte Flotte der US-Navy beherbergt.

3.01 Uhr: Katar: Bevölkerung soll zu Hause bleiben

ap | Das katarische Innenministerium hat die Bevölkerung aufgerufen, angesichts der Lage in der Region zu Hause zu bleiben. In einem Beitrag in den sozialen Medien forderte das Ministerium die Menschen auf, nur in „absoluten Notfällen“ nach draußen zu gehen und sich von Fenstern und offenen Bereichen fernzuhalten.

Nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran startete die Islamische Republik Raketenangriffe auf US-Stützpunkte in der Region sowie auf zivile Infrastrukturen, darunter Flughäfen, Hotels und in einigen Fällen auch Wohngebäude. Dazu gehörte auch Katar, das die größte US-Militärbasis im Nahen Osten beherbergt.

2.47 Uhr: Hisbollah-Miliz greift Israel an Seite Irans an

dpa | Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat an der Seite Irans Israel mit Raketen angegriffen. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Irans Hauptstadt Teheran. Das teilte die von Iran unterstützte Miliz in der Nacht mit. Kurz darauf begann die israelische Armee nach eigenen Angaben, Stellungen der Hisbollah im nördlichen Nachbarland zu bombardieren. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut, einer Hochburg der Schiiten-Milz.

Man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt, teilte die israelische Armee mit. Sie fing kurz zuvor nach eigenen Angaben ein Geschoss der Hisbollah ab, mehrere andere seien in offenem Gelände niedergegangen.

2.35 Uhr: Trump rechnet mit vierwöchigem Militäreinsatz

afp | Kein baldiges Ende in Aussicht: US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Worten von einem rund vierwöchigen Militäreinsatz gegen Iran aus. Iran sei ein „großes Land“, daher werde der Einsatz „vier Wochen dauern – oder weniger“, sagte Trump am Sonntag der britischen Zeitung Daily Mail. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz griff derweil aus dem Libanon Ziele in Israel an. Die israelische Armee reagierte mit Angriffen auf Hisbollah-Ziele im nördlichen Nachbarland.

In einer Videobotschaft forderte Trump die iranischen Streitkräfte und die Polizei erneut auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Anderenfalls drohe ihnen „der sichere Tod“. „Es wird nicht schön“, warnte er. Nach dem Tod von drei US-Militärangehörigen drohte Trump zudem mit „Rache“ und warnte, es werde „wahrscheinlich“ weitere Todesopfer in den Reihen der US-Armee geben.

2.25 Uhr: Australien schließt militärische Beteiligung aus

rtr | Australien schließt eine militärische Beteiligung am Konflikt mit Iran aus. Man habe sich nicht an den bisherigen Schlägen beteiligt und sehe auch künftig keine Beteiligung vor, sagte Außenministerin Penny Wong. Die Regierung bemühe sich um die Evakuierung von rund 115.000 Australiern aus der Region. Dies gestalte sich wegen der Luftraumsperrungen jedoch schwierig, erklärte Wong. Der australische Verteidigungsminister Richard Marles erklärte, die Regierung habe bereits Maßnahmen für die Sicherheit von etwa ‌100 australischen Soldatinnen und Soldaten ergriffen. Diese sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in der Nähe von Dubai stationiert, der zur Unterstützung von UN-Missionen genutzt wird.

2.24 Uhr: Israel startet Luftangriff auf Beirut

ap | Israel hat einen Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut gestartet. Nach Angaben des Militärs reagiert das Land damit auf einen Angriff der libanesischen Hisbollah-Miliz. Diese hatte in der Nacht auf Montag Raketen über die Grenze abgefeuert. Es war das erste Mal seit mehr als einem Jahr, dass die militant-islamistische Hisbollah sich zu einem Angriff gegen Israel bekannte. Die Angriffe seien Vergeltung für die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei sowie für „wiederholte israelische Aggressionen“, hieß es in einer Erklärung der Miliz.

Das israelische Militär teilte mit, ein Geschoss, das die Grenze überschritten hatte, sei abgefangen worden, mehrere weitere seien in unbewohnten Gebieten niedergegangen. Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet.

2.01 Uhr: Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain

dpa | In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht worden.

Iran greift im Rahmen seiner Gegenangriffe US-Verbündete und amerikanische Stellungen in der Region an. Bahrain ist unter anderem der Hauptsitz der US-Marine im Nahen Osten. Dort ist die sogenannte Fünfte Flotte der Marine beheimatet. Am Samstag war bei einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain Sachschaden entstanden.

1.12 Uhr: Israels Luftwaffe startet neue Angriffe in Teheran

dpa | Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das „iranische Terrorregime im Herzen von Teheran“ begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.

Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen den Erzfeind Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.

0.45 Uhr: Russland evakuiert Hunderte Staatsbürger

rtr | Russland beginnt mit der Evakuierung seiner Staatsbürger aus Iran. Rund 500 Russen würden über Aserbaidschan aus dem Land gebracht, teilt ‌die russische Botschaft in Baku am Sonntag (Ortszeit) mit. Das russische Außenministerium hatte seinen Staatsbürgern nach den Militärschlägen der USA und Israels empfohlen, sichere Regionen in Iran und Israel aufzusuchen oder die Länder zu verlassen. Aus aserbaidschanischen Regierungskreisen verlautete zudem, binnen 38 Stunden seien bereits 192 Menschen aus Iran nach Aserbaidschan gebracht worden, ‌darunter 82 aserbaidschanische Staatsbürger.

0.21 Uhr: Emirate: 152 Raketen und 500 Drohnen abgewehrt

dpa | Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus Iran abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X. Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen. Auch seien zwei Marschflugkörper abgefangen und zerstört worden. Am Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt.

0.01 Uhr: Deutschland behält sich „militärische Defensivmaßnahmen“ vor

dpa | Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben Iran zu einem Stopp von Raketenangriffen auf Länder im Nahen Osten aufgefordert und behalten sich auch militärische Abwehrmaßnahmen vor. Die Angriffe seien „wahllos und unverhältnismäßig“, hieß es in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen Erklärung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premier Keir Starmer. Starmer erlaubte den USA, britische Stützpunkte für Schläge gegen Irans Raketen-Anlagen zu nutzen.

Aus deutschen Regierungskreisen hieß es zur Erläuterung, es gehe darum, „dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu schützen, falls sie angegriffen werden. Dieses Recht zur Selbstverteidigung nehmen die Soldaten der Bundeswehr wahr.“ Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

In der Erklärung betonen Merz, Macron und Starmer: „Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potenziell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören.“ Dazu werde man auch mit den USA und den Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.

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