piwik no script img

Institut für Menschenrechte gerettetBeschluss wird zum Gesetz

Das Deutsche Institut für Menschenrechte behält seinen A-Status bei den Vereinten Nationen. Die Entscheidung der Koalition fiel in letzter Minute.

BERLIN taz | Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) behält seinen A-Status und damit das Recht, an den Sitzungen des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (UN) teilzunehmen und dort zu reden. Dafür sorgte am Mittwoch die Große Koalition, indem sie eine gesetzliche Grundlage für das DIMR gebilligt hat.

Die Organisation wurde 2001 als eingetragener Verein gegründet und soll über Menschenrechte im In- und Ausland berichten. Sie arbeitet bislang auf der Grundlage eines Bundestagsbeschlusses, der kein Gesetz ist.

Für den A-Status bei den UN hatten diese allerdings ein Gesetz gefordert, das die Aufgaben des DIMR klar beschreibt und seine Rechtsstellung definiert. Zwar soll das DIMR weiter ein Verein bleiben, aber aus dem Haushalt des Bundestages finanziert werden. Jedes Jahr soll es dem Parlament einen Bericht vorlegen.

Die Entscheidung der Koalition, der eine längere Auseinandersetzung zwischen Union und SPD vorausging, kam in letzter Minute. Ein UN-Ausschuss wollte sich am Mittwoch mit dem DIMR befassen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare