Impfungen gegen Corona in Berlin: Die erste Hälfte bis Ende Juni

50 Prozent der Ber­li­ne­r:in­nen sollen laut Senat bis Ende Juni gegen Corona geimpft sein. Auch über Lockerungen in Altenheimen wird diskutiert.

Im Bild ist ein Impfpass zu sehen, auf das mit Gummihandschuhen der Impfnachweis geklebt wird.

Sticker fürs Sammelalbum: Schon bald könnte die Hälfte der Ber­li­ne­r:in­nen einen neuen haben Foto: dpa/Christopher Neundorf

BERLIN taz | Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung rechnet damit, dass bis Ende Juni die Hälfte der Ber­li­ne­r:in­nen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft ist. Das sagte Staatssekretär Martin Matz (SPD) am Montagmorgen im Gesundheitsausschuss. Die Senatsverwaltung geht davon aus, dass nun mehr Impfdosen als im ersten Quartal zur Verfügung stehen und damit das Impftempo erhöht werden kann.

Damit unterscheidet sich Berlin kaum vom Durchschnitt: Eine bundesweite Studie der SPD-nahen Hans-Böckler-Stiftung errechnete, dass alle impfwilligen Erwachsenen bis Ende Juli geimpft sein können, wenn die angekündigten Impfdosen ausgeliefert werden.

Laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) soll Berlin von April bis Ende Juni 2,4 Millionen Impfdosen erhalten. Davon gehen 1,3 Millionen Dosen an das Land und 1,1 Millionen an Arztpraxen. Bislang hat der Senat 1,9 Millionen Impfeinladungen verschickt, nicht alle wurden angenommen: „Bei 1,9 Millionen Einladungen gibt es auch Dopplungen“, sagte Kalayci im Gesundheitsausschuss. „Zum Beispiel bei Menschen mit chronischer Krankheit, die beruflich bedingt auch eine Impfberechtigung haben.“

1,2 Millionen der BerlinerInnen, die eine Einladung bekommen haben, haben sich impfen lassen oder einen Termin vereinbart, das entspricht etwa 63 Prozent. Kalayci bewertete das am Montag als „sehr hoch“.

Im Gesundheitsausschuss wurde auch über Lockerungen in Altenheimen diskutiert: Wenn in den Heimen „nahezu 100 Prozent“ geimpft seien, müsse man über Lockerungen nachdenken. Hierzu berät sich die Senatsverwaltung mit einer Ex­per­t:in­nen­grup­pe aus Bewohner:innen, Pflegekräften, Angehörigen und Wissenschaft.

Die Senatsverwaltung diskutiert in diesem Zuge die Länge der Be­su­che­r:in­nen­zei­ten und das Anerkennen von Wohnbereichen als private Haushalte, damit Be­woh­ne­r:in­nen untereinander mehr Kontakt haben. „Der hohe Impfschutz sollte erst mal ihr Leben retten“, sagte Kalayci im Gesundheitsausschuss. „Aber soziale Teilhabe ist für mich mehr als selbstverständlich.“

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