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Handwerker in die Kitas? Pro!Handfeste Vorteile

Fliesenleger in die Kindererziehung? Gerne! Kommentar von NINA APIN.

Natürlich ist der Plan des Bildungssenators, Handwerker zu Erziehern umzuschulen, eine Notlösung. Muss die Idee aber deshalb schlecht sein?

Nein. Schließlich könnten umgeschulte Fliesenleger oder Monteure ein großes Problem der Früherziehung angehen: Die massive Abwesenheit von Männern. Der Frauenüberschuss in Kitas und Grundschulen führt nach Ansicht von Experten dazu, dass Jungs zu wenig männliche Rollenvorbilder haben. Eine Ergänzung des Kitapersonals um Quereinsteiger aus männlich dominierten Branchen kann Abhilfe schaffen. Wer sagt denn, dass alle, die Kinder betreuen, PädagogInnen sein müssen?

Handwerker können auch singen, Streit schlichten und die Grundrechenarten üben. Manches können sie vielleicht sogar besser: Ein Baumhaus bauen, erklären, wie ein Bagger funktioniert oder warum eine Steckdose eine Isolierung braucht.

Damit das Praktiker-Experiment aufgeht, muss allerdings eine Voraussetzung erfüllt sein: Bei der Ausbildung der Fachfremden zu Kinderbetreuern muss ausreichend pädagogisches Grundwissen vermittelt werden. Denn für Kinder braucht man Nerven, Geduld und vor allem Einfühlungsvermögen. Wer das nicht mitbringt, sollte lieber weiterhin Fliesen legen.

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2 Kommentare

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  • K
    krk

    Es gibt hier nur zwei Pro-Argumente:

    1. "Ergänzung des Kitapersonals um Quereinsteiger aus männlich dominierten Branchen":

    Darauf basiert Zöllners Vorschlag aber nicht. Er sagt nur Quereinsteiger. Das diese männlich sein müssen sagt er nicht. Möglich wäre also auch, dass arbeitslose Frauen kommen.

     

    2. das zweite Argument basiert auf der Richtigkeit des Ersten: "Manches können sie vielleicht sogar besser: Ein Baumhaus bauen, erklären, wie ein Bagger funktioniert oder warum eine Steckdose eine Isolierung braucht.":

    Das erscheint mir unsinnig. Eine Frau sollte durchaus fähig sein auf dem Niveau eines maximal 6-jährigen erklären können, wie ein Bagger funktioniert.

  • D
    Dirk

    Genau und die meisten Handwerker sind in ihrem eigenen Metier auch nicht zu gebrauchen. Dann kann man die ja dann bei unseren Jüngsten abladen. Und sie sind sicher vorbildlich was soziale Kompetenzen angeht. Empathie, Zuneigung, Zuwendung etc.? Hammm wa nich!