: Gefügig durch Voodoo
■ Nigerianerin wegen Zuhälterei verurteilt
Hannover (AP) – Weil sie mindestens vier Frauen mit Voodoo- Drohungen zur Prostitution gezwungen hatte, ist eine 21jährige Nigerianerin zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Hannover befand gestern die hochschwangere Frau des schweren Menschenhandels, der Zuhälterei, Erpressung und Urkundenfälschung für schuldig. Sie hatte gestanden, die jungen Frauen mit der Androhung von Voodoo-Zauber gefügig gemacht zu haben. Den Opfern wurden Haare und Fingernägel abgeschnitten und gemeinsam mit Blutproben in die Heimat zu einem Voodoo-Priester geschickt, der sie verfluchen sollte.
Die 21jährige wurde nach Jugendrecht verurteilt, weil sie zum Tatzeitpunkt Heranwachsende war. Sie hatte selbst als Prostituierte in Deutschland 27.000 US- Dollar Schleppergebühren an ihre Zuhälter zahlen müssen. Die Nigerianerin war dann vom Opfer zur Täterin geworden und hatte den Menschenhandel organisiert.
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