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„Gedächtnis-Molekül“ in Schnecken entdeckt

Hamburg (dpa/taz) - US-amerikanische Neurobiologen haben aus Augen einer Meeresschneckenart einen Eiweißstoff isoliert, den sie für ein sogenanntes Gedächtnismolekül halten. Wie das Wissenschaftsmagazin 'Science‘ berichtet, brachten die Forscher Schnecken der Art Hermissenda Crassicornis bei, auf einen Lichtstrahl in bestimmter Weise zu reagieren (Konditionierung). Die Wissenschaftler vom Institut für Nervenkrankheiten konnten bei einem der Augen-Proteine konditionierter Schnecken - dem sogenannten G-Protein - eine Veränderung gegenüber nicht konditionierten Tieren feststellen. Der Eiweißstoff ruft bei Nervenzellen Veränderungen hervor, die Lernen bewirken. Daniel Alkon, Leiter der US-Forschergruppe, formulierte folgendes Forschungsziel: „Vielleicht werden wir einmal Gedächtnisinhalte manipulieren oder verändern können“. Beruhigend.

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