Frauenpreis des US-Aussenministeriums: Botschaft in den iranischen Knast
Beim diesjährigen Frauenpreis des US-Außenministeriums blieb die Geehrte der Zeremonie fern – und widmete den Preis der im Iran inhaftierten Oppositionellen Shiva Nazar Ahari.
BERLIN taz | US-Außenministerin Hillary Clinton hat am Mittwoch den diesjährigen Preisträgerinnen der "International Women of Courage Awards" ihre Auszeichnungen überreicht.
Die iranische Menschenrechtsanwältin Shadi Sadr blieb der Veranstaltung fern. Sie widmete ihren Preis der im Iran inhaftierten Oppositionellen Shiva Nazar Ahari. Sadr, die selbst im Gefängnis saß, erklärte, sie sehe von einer Teilnahme ab "in der Hoffnung, dass meine Abwesenheit die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf ihre schreckliche Situation richtet".
Die ganze Rede findet sich auf Youtube oder auf Mag.ma, wo sich auch ein Transkript befindet.
Nazar Ahari wurde für ihre Menschenrechts-Aktivitäten schon mehrmals inhaftiert. Zuletzt am 14. Juni 2009 eingesperrt, wurde sie am 23. September sie nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 200.000 Dollar wieder frei gelassen - kam für drei Monate in Arrest. Als sie im Dezember 2009 die Beerdigung von Hussein Ali Montaseri besuchen wollte, wurde sie abermals verhaftet, eingesperrt und bis heute nicht mehr freigelassen.
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