Flüchtlinge in Ceuta: Abschottung ist nie gut
Aus der DDR kamen damals auch Flüchtlinge und wurden hier gut aufgenommen. Warum ist das bei heutigen Flüchtlingen anders, fragt sich unser Kolumnist.
C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet (un)regelmäßig den „Specht der Woche“.
Ich habe das Meer und den Grenzzaun in Ceuta gemalt. Da haben Menschen versucht, übers Meer zu schwimmen. Manche haben es auch nicht geschafft und sind ertrunken.
Ich habe auch ein paar Rettungsringe gemalt. Ich finde es schlimm, wie man mit den Menschen, die fliehen umgeht. Ich habe das Gefühl, dass wir uns immer mehr abschotten.
Wir lassen keine Leute mehr rüber. Das ist nicht die richtige Lösung. Ich finde, man sollte die Schlepper bestrafen. Die machen den Leuten Hoffnung, nehmen viel Geld und dann betrügen sie die Menschen.
Und Europa sagt, wir wollen die Geflüchteten nicht. Das finde ich schlimm.
Wie wäre das denn während der DDR gewesen? Da sind Menschen auch geflohen.
Ich erinnere mich noch an das Geflüchtetenlager in Marienfelde. Da waren die damals untergebracht. Das hätten die Leute auch nicht gut gefunden, wenn wir da gesagt hätten, wir wollen die nicht.
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