piwik no script img

Es war einmal... OlympiaDer Bayer mit der Flinte

Wie Konrad Wirnhier sich den Druck wegschoss und das Finale dahoam gewann.

Mit einer Schrotladung von 24 Gramm gilt es, 25 tönerne Tauben, die aus Hoch- und Niederhaus aufsteigen, vom Himmel zu holen. Bei einem Schuss pro Taube müssen Einzelscheiben und Dubletten getroffen werden. Experten wissen es längst: Die Rede ist vom olympischen Skeet.

Nach Platz drei bei der Olympiapremiere 1968 gelang dem Niederbayern Konrad Wirnhier bei seinen Heimspielen in München der große Triumph. Mit seiner selbst gebauten Flinte schoss sich Wirnhier zu Gold. Sein Erfolgsrezept: „Ich hatte der Presse gesagt, dass ich höchstens 15. werden könne. Damit war der ganze Druck weg.“

Nach Karriereende widmete sich der Bilderbuchbayer dem Bau seiner teuer gehandelten Flinten. Seine Kenntnisse gab er zudem an den Nachwuchs weiter. Sein Rat: „Wurftaubenschützen müssen die hohe Schule einer fließenden Bewegung lernen. Aus der Bewegung heraus in den Anschlag gehen, zielen, treffen und dabei nicht ein klitzekleines Weilchen verkrampfen – das ist es.“

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare